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  • Titel: Sein Lächeln
    Pairing: Ronaldinho/Kaká (tötet mich XD)
    Genre: nicht zugeordnet
    Warnings: angsty
    Kommentar: Spielt während des Spiels Brasilien:Kroatien der WM2006.

~Sein Lächeln~ 

Schon von Anfang an hat dein Blick ihn gesucht. Wie verhext wurde er von ihm angezogen. Du hast dich bemüht, hast weggeguckt, wenn er in deiner Nähe war. Dein Spiel war vermutlich auch deshalb das beste, weil du irgendwie versuchst hast, ihn nicht anzustarren. Es war, als wäre ein großes Stück Schokolade, das die ganze Zeit vor deiner Nase steht und das du nicht nehmen darfst.

Schokolade... genau so sieht seine Haut aus. So cremig, dass du dir richtig vorstellen kannst, wie sie auf deiner Zunge schmecken würde. Und die Schweißtropfen, die kleine Bäche auf dieser Landschaft aus Kakao und Karamell bilden, machen es nicht gerade besser. Du würdest einfach zu gerne erleben, wie sich diese betörende Mischung in deinem Mund ausbreitet, um sie dir dann für immer einzubrennen und nie mehr zu vergessen.

Wieder reißt du deine Gedanken los, verbietest dir, dir das zu ausführlich vorzustellen. Es gibt Gedanken, die haben auf einem Fußballplatz einfach nichts zu suchen. Du stürmst wie verrückt, als könntest du ihm so entkommen. Aber du weißt, er ist immer bei dir.

Immer wieder kannst du seinen wippenden Pferdeschwanz aus den Augenwinkel sehen, und jedes Mal musst du versuchen, nicht wieder die Bilder des vergangen Abends zu sehen. Er hatte mit Cafu herumgescherzt, und dieser hatte ihm sein Haarband gelöst. Du musstest dich wirklich zurückhalten, um nicht zu auffällig zu ihm herüber zu starren. Und es war sehr schwierig, ihm die vorwitzigen Strähnen nicht einfach aus dem Gesicht zu streichen. Der Schmerz in deiner Hand war deutlich spürbar, weil du ihr nicht erlauben wolltest, in der Flut, die sich leicht wellig über seine Schultern ergoss, zu versinken.    

Böse Gedanken, sehr böse. Wieder lenkst du dich ab, versuchst lieber über Ronaldo und dessen Beweglichkeit und Sexappeal nachzudenken, das ist immer eine wirksame kalte Dusche.

Tatsächlich kannst du dich für zehn Minuten ganz konzentrieren, in diesem seltsamen Rhythmus von Begehren und Flucht, der inzwischen ganz in dich übergegangen ist. Und dann... „TOOOOR!“, schallt es aus den Lautsprechern, und auch wenn du dieses deutsche Wort nicht kennst, so weißt du doch seine Bedeutung. Noch weißt du nicht, dass du gerade den entscheidenden Treffer dieses Spieles geliefert hast und man dich für diese und ähnliche Aktionen  zum Spielern des Tages ernenn wird. Aber für dich ist der Moment, in dem er dir eine Ermunterung zuruft, und sein anschließender Jubel die beste Belohnung, die du dir realistisch wünschen kannst. Er lächelt. Und obwohl es bereits Abend ist und überdies Deutschland, geht für dich die brasilianische Sonne auf.

Deiner Meinung begreift sowieso niemand außerhalb des Teams, wie wichtig er wirklich ist. Er ist nicht nur ein gefährlicher Mittelfeldspieler, der wahrgewordene Albtraum gegnerischer Abwehrspieler, der Zauberer am Ball – er ist auch noch derjenige, der es wie kaum ein anderer versteht, seine Mannschaft zu motivieren. Er ist nicht der Stratege, der als Kapitän kühl vorausdenkt und die Spieler koordiniert. Er ist einfach nur derjenige, der auch bei einem Spiel wie diesem noch lacht, der noch optimistisch ist, wenn er bei jedem Ballkontakt von drei Gegenspielern umringt wird. Ja, er hat Hasenzähne, und was für welche, aber sein Lächeln ist so natürlich und strahlend, dass man sich einfach anstecken lassen muss.

Später wirst du dir immer und immer wieder heimlich die Szene auf deinem Handy ansehen. Sie wird aus dem deutschen Fernsehen stammen, du hast sie zufällig bin der Halbzeitpause als Flashback gesehen und sofort aufgenommen. Dabei wirst du Schuldgefühle gegenüber deiner Frau empfinden, die du mal geliebt hast und die dich trotz ihrer riesigen Trauer unterstützt. Aber du wirst trotzdem nicht aufhören können. Einmal wird sein Lächeln nur für dich gewesen sein.

Und bis dahin wirst du vor ihm fliehen und gleichzeitig alles versuchen, es noch einmal sehen zu können.

~Ende~

  • Titel: Trost
    Pairing: Ronaldinho/Kaká (again...)
    Genre: Hm... romantisch vermutlich
    Warnings: eigtl keine
    Kommentar: Nach der Niederlage gegen Frankreich T.T War mein Frustkalaysator.

~Trost~

-Nach dem Viertelfinale Frankreich:Brasilien in der brasilianischen Kabine-

Verloren.

Die ungläubige Erkenntnis sickert erst langsam so wirklich in das Bewusstsein der Spieler ein.

Sie haben verloren. Gegen Frankreich. Im Viertelfinale! Das muss man erst einmal verdauen.

"Wir habens versaut." Der Mann mit dem Pferdeschwanz bringt es auf den Punkt. Selbst ihm ist diesmal nicht zum Lachen zu Mute.

Nach einem kurzen Schweigen, immer noch unter dem Eindruck des Schocks. Dann:

"Frankreich waren wirklich gut. Aber wir können das besser als heute. "

Noch immer will ihm keiner antworten. Wie denn auch? Sie wissen, dass er Recht hat. Es ist nicht nur verletzter Stolz, der ihnen in den Gesichtern geschrieben stand, sondern auch Scham. Das große Brasilien von Frankreich geschlagen. Die waren zwar auch groß, aber doch verdammt noch mal kleiner als sie! ...oder jedenfalls hatten sie das geglaubt.

"Aber hey...", und plötzlich lächelt er doch tatsächlich, "...wenigstens haben wir mal wieder einen richtigen Arschtritt bekommen! Und was meint ihr, wie wir uns freuen werden, wenn wir ihn beim nächsten Spiel mit freundlichen Grüßen zurücksenden?"

Endlich - der Bann ist gebrochen. Nun grinst auch Juan über das ganze rastalockenbezopfte Gesicht. "Ich freu mich schon drauf!" Auch Ronaldo nickt nachdrücklich. "Oh ja, so leicht wird man uns nicht los! Auch wenn Zidane dann nicht mehr dabei ist: wir werden noch sehr an uns arbeiten müssen, aber dann heißt es 'Angstgegner ade!'" Kurz sahen ihn alle etwas erstaunt an, solche Entschlossenheit waren sie von dem Stürmer nicht mehr gewöhnt. Vielleicht hatte Ronaldinho wirklich Recht: Den Dämpfer hatten sie zugegebenermaßen verdient, aber die würden sich noch wundern, was sie damit bewirken würden!

Mit nun etwas leichterem Herzen wandten sie sich wieder ihren Spinden zu. Der Mittelfeldspieler hatte es wieder einmal geschafft, die Stimmung zu lockern, selbst nach einer Katastrophe wie dieser. Doch niemand schien zu sehen, wie das Lächeln des Genies wie weggewischt wieder verschwand, als ihn niemand mehr sonderlich beachtete. Niemand?

~+~+~+~

Später, es war schon nach Mitternacht, war er endlich auf seinem Hotelzimmer. Total erschöpft ließ er sich auf das Bett fallen. Es war ein wirklich anstrengender und nervenaufreibender Tag gewesen, bei dem der übliche Adrenalinschub nach einem Sieg fehlte. Voller Trauer dachte er an die Gesichter sen Kameraden, an die Fassungslosigkein über die eigene Leistung. Doch gleichzeitig machte sich auch noch ein anderer Gedanke in ihm breit: Es war vorbei. Endlich.

Er wusste, dass er nicht mehr lange hätte durchhalten können. Seit dem Confed Cup letztes Jahr hatte er keine wirkliche Pause mehr gehat, die lange spanische Liga und die Champions League hatten an seinen Kräften gezerrt. So beschäment es vielleicht auch war: Er hatte irgendwann die Kraft und vor allem die psychische Stärke verloren, die ihm sonst zu seiner gewohnten, überragenden Form verhalf. Nun hätte er zumindest zwei Wochen frei, bis es wieder weiterging. Das dürte genügen, er kannte sich selbst gut genug um zu wissen, dass er dann wieder heiß auf das Spiel sein würde. Schließlich war der Fußball eine seiner drei großen Leidenschaften, die sein Leben bestimmten, gemeinsam mit dem Samba und... tja... auf seine Dritte würde er dann bald wieder verzichten müssen. Aber vielleicht war es ja besser so? Sie nahm allmählich dorch erschreckende Ausmaße an, die er so nicht kannte. Würde er sich also auf Entzug begeben...

Oh Gott, er wurde allmählich ernsthaft depressiv. Und wenn man sein normales Gemüt kannte, wusste man, dass das keineswegs kennzeichnend für ihn war.

Am besten, er würde noch etwas frische Luft schnappen. Es musste ja nicht unbedingt gleich ein ganzer Spaziergang sein. Allein bei dem Gedanken wurde er müde. Der Balkon seines Zimmer musste reichen.

~+~+~+~

Ein leises Lächeln schlich sich auf das Gesicht des Kurzhaarigen. Er hatte gewusst, dass der Andere kommen würde. Es war schon fast eine Angewohnheit geworden. Jede Nacht nach einem schwierigen Tag, sei es nun ein Spiel oder nur ein zähes Training, standen sie hier und redeten. Und so sehr er sich auch wünschte, endlich von dem Anderen loszukommen, so waren sie für ihn in gewisser Weise doch überlebenswichtig geworden. Daran, dass sie heute auch dieses Ritual in läppischen 90 Minuten verspielt hatten, wollte er gar nicht denken.

"Hey..."

"Immer noch wach?"

"Nein, ich schlafwandele gerade."

Grinsen auf beiden Seiten. Doch dann wird der Andere schnell weder ernst.

"...dir geht es beschissen, oder?"

Erstaunt sieht er ihn an. Vielleich hätte er mittlerweile daran gewohnt sein müssen, dass der Andere ihn verstand, aber es überraschte ihn doch immer wieder, wie leicht sein Gegenüber durch sein Lächeln zu blicken schien.

"...ja."

"Ausgebrannt?"

"Ja. Du auch."

Keine Frage, eine Feststellung.

"Vermutlich."

Wieder tauschten sie ein Lächeln. Bisher war zwar nichts sonderlich Geistreiches gesagt worden, aber sie beide genossen das tiefere Verständnis, den Gefühlsstrom, der stehts zwischen ihnen floss und der ihre Verindung so stark machte, ohne dass einer von ihnen bisher darüber hätte sprechen können.

"Was wirst du jetzt machen?"

Leicht unsicher klingt sie, die Frage. Über Privates außerhalb der WM hatten sie sich bisher nicht unterhalten.

"Vermutlich zurück nach Barcelona", seufzend ließ sich der Langhaarige auf dem Geländer zwischen ihren Balkonen nieder, ganz nah bei dem Anderen. "Ich habe jetzt endlich zwei Wochen frei, die will ich zum Energie pumpen nutzen. Und du?"

Kaká schluckte. "Ich weiß es noch nicht wirklich. Vermutlich sollte ich zu meiner Frau nach Turin, aber..."

Ein wenig überrascht sah sein Gesprächspartner ihn an, obwohl er soetwas schon geahnt, gehofft hatte. "Warum nicht?"

"Sie...", ein wenig zögerte er noch, doch dann wieder: Wenn nicht zu ihm, zu wem dann? "...sie ist für mich wie eine kleine Schwester und ich bin sehr froh, sie da raus geholt zu haben. Ich liebe sie... aber nicht so, wie ich sollte." Was er nicht erwähnte, war die Gewissheit, erstmal seinen Kameraden vergessen zu müssen, bevor er ihr wieder in die Augen blicken konnte. Erwähnte mit keiner Silbe, dass dieser jemand noch auf dem Feld dafür gesorgt hatte, dass er sich nicht völlig gehen ließ, indem er ihn einfach in die Arme schloss. Und vor allem erwähnte er nicht, dass dieser jemand direkt vor ihm saß.

Ronaldinho schwieg bloß, wusste, dass er auf diese Beichte nichts zu sagen hatte, selbst er nicht, der doch sonst immer die richtigen Worte findet. Er wusste, dass sein Mittelfeldpartner auch so wusste, dass er ihn verstand.

Eine Weile herrschte einvernehmliche Stille, beide genossen den Blick über die nächlichte Stadt und die Schattenspiele, die das Lichtermeer mit ihrer Haut spielte. Doch dann stand der Größere auf, die Müdigkeit war einfach zu stark geworden. Fest verankerten sich seine braunen Augen in ihren Gegenstücken, als er leise meinte: "Wenn du doch nach Turin gehst, sag deiner Frau von mir, sie könne sich glücklich schätzen, dass jemand wie du auf sie auspasst."

Nun weiteten sich die warmen, immer so unschuldig wirkenden Iren des Angesprochen, nur um im nächsten Augenblick ungläubig aufgerissen zu werden, als Ronaldinho weitersprach, schon zu der Balkontür gedreht: "Wenn nicht... bist du jederzeit bei mir willkommen." Damit war er in der Dunkelheit des Zimmer verschwunden, die Tür wurde behutsam in Schloss gedrückt, um die anderen Spieler nicht zu wecken.

Dann, endlich, realisierte Kaká, was der Langhaarige da gesagt hat. Wieder lächelte er, doch diesmal freudig, strahlend, wie man es schon länger nicht mehr gesehen hatte.Und leise antwortete er der Nacht: "Ich würde mich freuen."

Er wusste, dass der Andere ihn verstanden hatte.

~Ende~




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