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  •  Titel: It's a date - I think
    Pairings: FujiRyo, InuKai, MomoAnn, Golden Pair, KamIbu, OshiGaku, AtoJi, YukiKiri
    Genre: Humor
    Warnings: OOC und sehr, sehr seltsamer Humor
    Kommentar: Eine Geburtstags-FF für KiraSebi, innerhalb von vier Schulstunden konzipiert und geschrieben, und offensichtlich mit ihren Lieblingspairings, so schwer es mir auch fiel XD

~It's a date - I think~ 

Echizen Ryoma war kurz davor, seinen Tennisschläger hinzuwerfen und sich in einer Ecke so richtig schön auszuheulen. Da dies aber bekanntlich nur geschah, wenn er in Paris in einem Hotelzimmer schlief und Hyoutes Doppel 2 als Zimmernachbarn hatte, begnügte er sich damit, Fuji einen bösen Blick zuzuwerfen.
DER war sowieso an allem Schuld. Er hatte ihn doch nur aufgefordert, endlich ihr Match zu Ende zu spielen. Und ab dem Moment, in dem sie die Streettenniscourts betraten, war alles schief gelaufen.

„Die Chance, dass ihr innerhalb dieser Woche das Rematch haben würdet, lag bei 43%, aber fast 20% höher, wenn Echizen besonders niedlich aussieht, wenn er fragt, und Yuuta Anfang der Woche anruft. Interessant.“
Halb zu Tode erschreckt fuhr Ryoma zusammen, als Inuis Stimme hinter seinem Rücken ertönte, doch er erlaubte es sich nicht, herumzufahren. Warum musste Inui auch ausgerechnet heute wieder einen seiner Stalkingtage haben?
„Fshuuu~“
Jetzt drehte er sich doch um, die Kappe ins Gesicht gezogen. Fuji amüsierte sich dem Anschein nach sowieso lieber über ihn.
Inui hatte er ja schon erwartet, Kaidoh auch, aber Oishi und Eiji, die neben ihnen standen, hatte er bislang nicht bemerkt. Nun, zumindest der Eierköpfige stand, sein Partner hing eher auf ihm, was auch Kaidohs Gesichtsfarbe erklärte.
Aber die Anwesenheit der beiden zeigte auch, dass inui bereits damit angefangen hatte, alle Regulars anzurufen. Der Rotschopf hatte heute laut genug verkündet, dass sie in die Eisdiele gehen würden.
Taka-san war nicht da, vermutlich musste er arbeiten. Tezuka interessierte derartiges nicht – außerdem war er, wenn Ryoma einige Andeutungen seiner Adoptivbruders richtig interpretiert hatte, schon verabredet. Und Momo… kam gerade mit Ann im Schlepptau an. Na toll. Waren sie jetzt eine neue Touristenattraktion?
Eiji wartete das Ende des plötzlichen Anflugs von Selbstmitleid nicht ab, sondern grinste Fuji breit zu: „Hoi, Fujiko! Ochibi! Habt ihr Spaß?“
Echizen starrte ihn nur ausdruckslos an. Fuji lächelte.
„Hm. Zu 67% findet Echizen das hier toll, und zu 96% weiß er noch nicht, das Fuji ihn nachher einladen wird.“

…oh.
Sollte ihn das jetzt beunruhigen?

Die teameigene Viper wechselte von Ketchup- zu Himbeerfarbe, und bewies ungewöhnlich viel Tapferkeit, indem er „Lass uns gehen, Inui-senpai“ zischte und ihn ein Stück lang hinter sich herzog, es irgendwie schaffend, noch röter anzulaufen.
Auch Ann zupfte ihren Freund am Ärmel. So neugierig sie auch war, sie waren langsam knapp dran für ihren Film. Seitdem sie zusammen waren, hatten sie doch besseres zu tun als Tennis zu spielen. Die beiden hier würden den Sprung bestimmt auch schnell schaffen.
Und Fuji wollte keine Zuschauer mehr.
„Hattet ihr nicht noch etwas vor?“
Momo, der ungefähr ahnte, was der Tensai vorhatte und sowieso schon eine Heidenangst vor ihm hatte, zwinkerte Ryoma nur noch einmal schnell nervös zu und war innerhalb von Sekunden nicht mehr zu sehen, eine kichernde Ann im Arm.
Oishi dagegen war darauf aus, Eiji endlich wegziehen zu können.
„Komm, Eiji, wir gehen Erdbeerparfait essen!“
„Okay! Ciao, Fujiko! Viel Spaß noch mit Ochibi.“
Und dann leiser: „Nyo, Oishi, was meinst du, wie weit sie heute gehen werden?“
„EIJI!“

Das war ja noch erträglich gewesen. Seine Teamkameraden hatten einfach zu viel Phantasie. Aber dann war dieser seltsame blonde Junge von Hyoutei gekommen und einfach auf den Platz gestürmt.

„Sugoi! Fuji-kun und Echizen-kun sind ein Paar!“
Er wusste erst nicht, was ihn da getroffen hatte, als er von einem leicht größeren Körper umgehauen wurde. Heute war einfach nicht sein Tag.
Breit grinste Jiroh ihn an.
„Oi, das ist so toll. Kann ich Patenonkel sein, wenn ihr mal Kinder habt? Naa, das muss ich Keigo-kun erzählen!“


Und damit war dieses… Etwas schon wieder verschwunden.
Der Übergriff war zwar sehr… überraschend gekommen, aber peinlich war es nicht gewesen.
Im Gegensatz zu den Folgenden.

„He, habt ihr Jiroh gesehen?“
Irgendwie kam ihm dieses rothaarige Mädchen bekannt vor.
Fuji lächelte, Überraschung, und zeigte in die Richtung, in der das seltsame Wesen vorhin verschwunden war. „Da entlang, Mukaki-kun.“
Das „Mädchen“ grinste. „Habt ihr ein Date?“
Wie kamen die nur alle darauf? Klar, er mochte Fuji-senpai, aber doch nicht so. Vermutlich jedenfalls.
In seiner Grübelei versunken, hatte er nicht mitbekommen, was sein „Gegner“ geantwortet hatte, aber das Grinsen des Rotschopfs wurde jetzt so richtig dreckig.
„Na, dann braucht ihr das vielleicht!“
Er – Ryoma  war aufgegangen, dass er in einer Jungenmannschaft spielte, also war es eher unwahrscheinlich, dass er eine Frau war – warf ihm ein kleines Buch zu.
„Wir sind schon drüber hinaus. Ich muss, Yuushi wartet! Und viel Spaß!“
Weg war er.
Ryoma starrte den Buchdeckel an. Fuji grinste.
„Kamasutra für Anfänger.“



„Also  das hätte ich nicht von Echizen gedacht. Er ist doch erst zwölf. Dem seltsamen Freak traue ich das aber schon zu. Der steht bestimmt auf SM. Ich finde das nicht gut. Man sollte doch noch ein letztes bisschen Würde bewahren. Und am nächsten Tag kann man bestimmt schlecht Tennis spielen. Tennis spielen ist aber wichtig. Ohne Tennis hätte ich Kamio nicht kennen gelernt. Und dann…“
„SHINJI!“

Das war Albtraum Nummer 1. Albtraum Nummer 2 folgte zehn Minuten später.

Fuji lächelte.
Yukimura lächelte.
Ryoma mada-mada-danete.
Kirihara versteckte sich zitternd hinter Yukimura.

Mehr musste man dazu wohl nicht sagen. Und nachdem er das alles durchgestanden hatte, nachdem er durch die Hölle gegangen war, als sie endlich in Ruhe spielen konnten, als er 5 zu 4 führte – fing es an zu regnen.
Verdammt!
Das nächste Mal würde er die Wettervoraussage hören, bevor er den Tensai aufforderte.
Aber als Fuji ihn tatsächlich zum Abendessen einlud, sagte er ja.
Vielleicht hatten die ganzen Bekloppten angesteckt.
Mada mada dane.

~ENDE!!!!~

  •  Titel: The Bird's Dead
    Pairings: SanaYuki, YanaKiri, YagyuuNiou, MaruiJackal
    Genre: Drama, Romance, AU
    Warnings: Bislang höchstens Umgangssprache
    Kommentar: Eine Rikkaidai-AU - und gleich ein Mehrteiler *über sich selbst staun* Aber mir ging die Idee nicht mehr aus dem Kopf, auch wenn mich meine Freundinnen für verrückt erklärt haben *drop*

~Prolog~

„Ich habe den Code.“
„Hat das Vögelein wieder gezwitschert?“
„Ja, nur leider,leider trifft es keine Töne.“
„Ich werde es schnell entschlüsselt haben, `Haru.“
„Gut... es wird langsam knapp für unsere Königin.“
„Ich beeile mich. Warst du schon bei der Post?“
„Ja... sie... wird es morgen haben. Können wir jetzt zum interessanteren Teil übergehen?“
„Aber mit Vergnügen doch.“

~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~


„Genichirou?“
„Ja. Ich habe Renji und Bunta Bescheid gegeben.“
„Sind sie einverstanden?“
„Natürlich. Meinst du, das Geschäft mit Kuwahara wird etwas?“
„Ich weiß es nicht. Der alte Kuwahara ist ein verschlagener Fuchs, ihm ist nicht zu trauen, aber wir brauchen seine Waffen. Deshalb habe ich seinen Sohn angefordert, wenn er uns betrügt, hat das herausgeschlagene Geld einen Erben weniger. Das dürfte uns... eine... ge... wisse... Sich...“
„Seiichi!“

~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~


„Verdammt, was ist denn mit dem passiert?“
„Vermutlich einer dieser dreckigen Diebeskinder. Lass ihn liegen!“
„Aber er ist verletzt...“
„Ist doch egal. Wenn du ihm hilft, wird er dich verletzen! Besser, er verreckt.“
„Ja, schon, aber... er blutet überall... und der Arm...“
„Lasst mich durch. Er gehört zu uns. Ich nehme ihn mit.“

~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~.~


„Achtung, die Maschine Rio de Janeiro – Birdsdead wird in Kürze landen. Bitte schnallen Sie sich an, klappen Ihre Tische ein und bringen Ihre Lehnen in eine aufrechte Position. An Land sollten Sie beachten, dass Frauen nicht unverschleiert an die Öffentlichkeit treten dürfen und Ortsfremde nicht ohne einen bewaffneten Führer losgehen sollten. Die Besatzung dieses Flugzeuges wünscht Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.“

~Kapitel 1~

Birdsdead.
Die ‚Stadt der toten Vögel’, mitten im von Japan annektierten Gebiet in China, voll von Gesetzlosen, Waisen, und der korruptesten Polizei jenseits von Afrika. Und er war mittendrin.
Na wunderbar.
Natürlich wusste er, warum er hierhin gesandt worden war, auch wenn sein Vater glaubte, er wäre so naiv und würde glaube, dass er nur deshalb ausgewählt worden war, weil es eine nützliche Erweiterung für sein Jura-Studium bilden könnte, ein richtiges Geschäft mit einer ‚Gesellschaft’ in einer Land, das den umstrittensten Rechtsfall sein Beginn dieses Jahrtausends bildete, abzuschließen. Er wollte sich auf strafrechtliche Prozesse konzentrieren, von denen es in Rio viel zu viele und gleichzeitig viel zu wenige gab, nicht für die Mafia verhandeln. Nein. Er war eine Geisel, ein Sicherheitspfand, das war alles.
Innerlich zuckte Jackal mit den Schultern.
Es war ja immerhin nichts neues, dass er wegen seinem Vater nur Ärger hatte. Und er würde verdammt sein, wenn er hier sterben würde. Er musste eben mit der richtigen Mischung aus Höflichkeit und Selbstvertrauen auftreten und darauf hoffen, dass diese seltsamen ‚Rikkaidai’ ihrem Ruf entsprachen.
Wo er gerade darüber sprach...
„Kuwahara-san?“
Höflich nickte er dem Mann mit den erdbeerroten Haaren zu, der vor ihm stand, und bereute es, statt der Tragetasche keinen Rucksack mitgenommen zu haben, um ihm die Hand schütteln zu können. Doch der Andere schien sein Problem schnell zu erfassen und grinste ihn an.
„Mein Name ist Bunta Marui, ich werde Ihr persönlicher Bodyguard sein und Sie zu Yukimura-san bringen. Er wird dann alles Geschäftliche mit ihnen besprechen. Würden Sie mir bitte folgen?“
Nur seine gute Erziehung hinderte den Dunkelhäutigen daran, skeptisch die Augenbraue zu heben. Bunta war ein Stück kleiner als er und viel schmaler, seine Worte waren sehr höflich, der Ton aber ein wenig zu lässig, und in diesem Moment lies er eine große Kaugummiblase aus seinem Mundwinkel hervorquellen. Und der sollte auf ihn aufpassen?
Doch sofort, nachdem dies gedacht war, hätte er sich dafür in den Hintern treten können. Er sollte wirklich wissen, dass man einen guten Kämpfer nicht an der äußeren Erscheinung erkennen konnte, immerhin bestand das beste Killerkommando seiner Heimat ausschließlich aus Frauen. Und Schusswaffen kümmerte es nicht, wie der Schütze sprach.
Und sprechen tat er gerne.
„Sind Sie zum ersten Mal hier?“, fragte er ihn, als sie in einem geräumigen Wagen saßen, der Japaner am Steuer. Er lächelte und nickte.
„Ah, dann fahren wir einen Umweg! Sie müssen sich unbedingt einmal den Moonrise-Boulevard ansehen, von dieser Brücke aus hat man den besten Ausblick über die ganze Stadt. Und die Konditorei hat den besten Kuchen, den man hier bekommen! Erbeertörtchen und Kekse, die mit Kirsche gefüllt sind und Schokoladenblumen und...“
Jackal konnte sich nur mühsam ein Grinsen verkneifen, als sein Fahrer sich weiter über die Köstlichkeiten dieses Ladens erging. Nun, immerhin würde er hier in guter Gesellschaft sein.
Ganz so abwesend, wie der Rotschopf wirkte, konnte er dann aber doch nicht sein, denn als mitten auf einer Kreuzung auf einmal von Rechts ein Wagen angeschossen kam, ohne zu bremsen, gefolgt von zwei Polizeiwagen, beschleunigte der Wagen auf einmal mit einem Tempo, dass man ihm nicht zugetraut hätte, und entging einem Zusammenprall, ohne dass Bunta sich bemüßigt fühlte, seinen Erguss über die verschiedenen Arten Erdbeeren zu kandieren zu unterbrechen.
Und interessant würde es auch werden.

I needed a dream when it all seemed to go bad
Then I found you
And I have had the most beautiful dreams any man's ever had
When I first saw you
I said 'Oh, my'
That's my dream

~Dreamgirls OST – When I first saw you~


Endlich, nach einigen rasanten Schaufahrten durch die Stadt und über die wirklich sehr beeindruckende Brücke, hielten sie vor einem großen Gebäude, das von weitem eher wie eine Fabrik aussah. Zuerst stieg Marui aus und sah sich kurz um, dann winkte er seinem Schützling, ihm zu folgen. Gemeinsam traten sie durch eine Tür, die nur noch halb in den Angeln hing, in eine große, menschenleere Halle, in der noch einige riesige, verrostete Maschinen standen. Anscheinend war dies hier tatsächlich einmal eine Fabrik gewesen. Das sie jetzt als etwas anderes diente, konnte sich Jackal allerdings denken.
Und auch, dass die beiden Männer, die sie am anderen Ende erwarteten, nicht etwa zufällig dort herumstanden.
Auf den ersten Blick wirkten sie... seltsam. Gelinde gesagt. Auf den zweiten Blick jedoch auch.
Der eine hatte dunkelbraunes Haar, das doch tatsächlich dunkelviolett schimmerte, und Augen, die... nun ja... nicht sichtbar waren. Er hatte sich schon immer gefragt, wie manche Leute es schafften, ihre Brillen dermaßen zu verspiegeln, dass man die Augen dahinter nicht mehr erkennen konnte. Er trug eine Anzughose und ein weißes Hemd und hielt sich sehr gerade, ganz im Gegensatz zu seinem Begleiter, der mehr an der Wand hing als eigenständig zu stehen. Schon seine hellbraunen, fast goldenen Augen muteten seltsam an, aber wer hatte ihm geraten, zu weißem Haar eine schwarze Hose und ein lila Hemd anzuziehen? Jackal würde demjenigen dringend eine Brille empfehlen, er hatte die blassrosa Streifen an der Seite übersehen.
Seltsame Individuen. Und sie sprachen.
„Ich bin Yagyuu Hiroshi, und das ist mein Partner Niou Masaharu. Sehr erfreut Sie kennen zu lernen, Kuwahara-san“, stellte der Größere sich formvollendet vor und verbeugte sich höflich, eine Geste, die Jackal sofort erwiderte – immerhin befand sich sein Gepäck noch im Wagen, bevor er wusste, wo er nächtigen sollte, wie Marui amüsiert feststellte. Der Brasilianer riss sich sehr gut zusammen, aber er hatte den Blick gesehen, mit dem er die beiden gemustert hatte. Hielt sie wohl für schräge Vögel, he? Nun, damit würde er ganz richtig liegen.
Jetzt wandte sich Niou, der Kuwahara nur lässig mit einem ‚Hi’ gegrüßt hatte, an ihn: „Yo, Marui, ihr könnt doch nicht zur Königin.“
Kurz grinste der Kleinste der Gruppe über den Gesichtsausdruck Jackals, doch dann überschattete Unverständnis seine ebenmäßigen Züge und er runzelte die Stirn: „Warum nicht? Wir sollten uns doch jetzt mit Yukimura-san treffen...“
„Es geht im nicht gut“, erklärte Yagyuu an Stelle seines Partners, und als er sah, wie besorgt der Andere plötzlich aussah, fügte er beruhigend hinzu: „Er hat sich überarbeitet und sollte sich jetzt ausruhen. Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung, Kuwahara-san, wir werden das vereinbarte Treffen erst morgen abhalten können.“
Der Angesprochene schüttelte nur den Kopf. „Es macht nichts, ich bleibe sowieso einige Tage, einer mehr oder weniger fällt da wirklich nicht ins Gewicht.“
Marui lächelte. Genau so etwas hatte er von dem Größeren erwartet. Er hatte ihn zwar noch nicht lange, aber er schien ein sehr umgänglicher Mann zu sein, eher zurückhaltend, aber aufmerksam und intelligent. Und der erste Mensch seit Monaten, der ihm sogar noch zugehört hatte, während er seinen Monolog über Kuchen abhielt.
Er nickte ebenfalls und meinte betont fröhlich: „Nun, dann lassen wir Yuki-Hime mal lieber schlafen. Kommen Sie, ich zeigen Ihnen, wo Sie wohnen werden!“
Und damit wurde Jackal zu dem hinteren Teil der Fabrik geleitet/gezogen. Die beiden ‚schrägen Vögel’ hatten sich verabschiedet, und auch Bunta war dabei, ihn für diesen Tag zu verlassen. Hier war es immerhin bereits Abend, und bei ihm machte sich zusätzlich der Jetlag bemerkbar.
Sein Führer hatte ihm kurz das Schlafzimmer, das Bad und das kleine Wohnzimmer mit Anbauküche gezeigt und war nun dabei, sich zu verabschieden.
„Benötigen Sie noch irgendetwas? Nein? Dann werde ich jetzt gehen. Ich wohne direkt neben Ihnen, wenn also etwas ist, versuchen Sie einfach, noch zu schreien. Gute Nacht!“
Und schon fiel die Tür ins Schloss. Nachdenklich sah der Ausländer seinem neuen Bekannten hinterher.
„Ja, gute Nacht...“

Wake me up inside
Call my name and save me from the dark
Bid my blood to run
Before I come undone
Save me from the nothing I've become
~Evanscence – Bring me to live~


Zur gleichen Zeit, nur ein paar Zimmer weiter…
...schlug Kirihara Akaya die Augen auf.
Es dauerte einen Moment, bis er sich an das Licht gewöhnt hatte, aber dann sah klar.
Vermutlich jedenfalls.
Eigentlich konnte er gar nicht in einem weichen Bett liegen, sondern auf einer harten Straße, und das Gesicht, das über ihn beugt, war sicher auch nur Einbildung. Doch dann wurde ihm plötzlich ein Glas Wasser an die Lippen gehalten und zu durstig, um sich um eventuelle Vergiftungen Sorgen zu machen, schluckte er.
Dann ertönte eine Stimme, die neutral sagte: „Du wirst mit 89%iger Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten siebzehn Sekunden wieder bewusstlos werden. Keine Sorge, du bist hier in Sicherheit.“
Und tatsächlich wurde es genau dreizehn Sekunden später schwarz um ihn herum. 

~tbc~
 

  •  Titel: 50 Sätze zu...
    Pairing: TezukaAtobe, YanagiKirihara, FujiMizuki, SaitoRuito, GakutoHiyoshi
    Genre: Romance, Drama, Humor
    Warnings: Für einige Sätze Lemon und Death, sap, OOC
    Kommentar: Eine englische Seite gab fünf Themensets mit jeweils 50 Wörtern vor, zu denen man je einen Satz schreiben soll, jedes Set über ein Pairing. Und ich habs einfach mal übersetzt und gemacht XD Eigentlich beendet, aber wenn mir jemand neue Wörter schickt, gibt es mehr^^^

~Alpha: Tezuka und Atobe~

Trost
Die Grüße seiner Teamkameraden nach Deutschland freuten ihn, aber als er Atobes endlosem Monolog auf seinem Handy lauschte, musste er zum ersten Mal seit Wochen ein Lachen unterdrücken.

2) Kuss
„Hoi, seht mal, Tezuka-bouchou und Atobe-san gehen sich an die Gurgel…oh, nein, doch nicht.“

3) Weich
Alles an Tezuka war eine klare Linie, scharfe Kanten, an denen man sich leicht  aufschneiden konnte, sodass Atobe es erstaunlich fand, dass er so genau auf seinen Partner passte, weiche Haut über harten Muskeln.  

4) Schmerz
Das Stechen schoss scharf durch seine linke Schulter, biss ihm in die Nerven und lähmte seine Bewegungen, aber als er in die erschrockenen Augen seines Gegners sah, wusste er, das war es wert.

5) Kartoffeln
„Atobe, du willst mir nicht wirklich weis machen, dass du einer der geschicktesten Geschäftsmänner der Welt bist und immer noch nicht Kartoffeln schälen kannst?“

6) Regen
Tezuka /wusste/, dass Atobe vermutlich einen Regenschirm mithatte, oder er würde sich einfach einen holen lassen… warum also wartete er auf ihn?

7) Schokolade
Weihnachten, dass war für Tezuka ein Baum, eine Couch, eine Decke und zwei Becher heiße Schokolade, und Atobe fand heraus, dass er ihm dabei zu gerne Gesellschaft leistete.

8) Glück
Vielleicht war es einfach pures Glück gewesen, dass sie sich trafen, andererseits war es auch wirklich schwer, Atobe zu übersehen.    

9) Telefon
Tezuka wusste schon, warum er es so hasste, wenn er und Atobe getrennt waren, über das Telefon war der Andere viel schwieriger zum Schweigen zu bringen.

10) Ohren
„Tezuka, ich weiß ja, dass Ore-samas Präsenz umwerfend ist, aber Ore-sama möchte dir dennoch nicht alles aus den Ohren herausziehen müssen!“

11) Name
Eine der Sachen, die Atobe anfangs immens an Tezuka gestört hatte, war sein Name, da er fand, dass Kunimitsu einfach nicht schön abgekürzt werden konnte, aber spätestens, als er ihn das erste Mal halb besinnungslos schrie, fand er ihn doch nicht so schlecht.  

12) Sinnlich
Die Bewegungen Atobes waren verführerisch, und Tezuka musste sich sehr zusammenreißen, um den ganzen Fangirls nicht einfach zu sagen, dass sie nicht für sie bestimmt waren.

13) Tod
Der Gedanke an das Sterben hatte den Imperiumserben noch nie gekümmert, doch der Gedanke an das Getrenntsein von seinem Partner in sechzig, siebzig Jahren erschreckte ihn zutiefst.

14) Sex
Anfangs war es nicht mehr als Sex, guter Sex, und erst als beide begriffen, was sie da eigentlich getan hatten, war der Weg zu etwas Anderem frei.

15) Berührung
Das erste Mal hatten sie sich berührt, als sie sich bei dem verhängnisvollen Match die Hände schüttelten, damals in dem Gedanken, den Anderen so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

16) Schwäche
Einst war es Schwäche gewesen, die ihn und Atobe aufeinandertreffen hatten lassen, nun war er seine Schwäche.

17) Tränen
Niemand wusste, dass Atobe bei jenem Spiel für einen kurzen Moment eine Träne hatte in dem ansonsten ausdruckslosen Gesicht aufschimmern sehen, und wenn es nach ihm ginge, würde es auch nie wieder irgendjemand zu sehen bekommen.

18) Geschwindigkeit
Atobes Beine waren die Grundlage für seine Geschwindigkeit auf dem Platz; als sie gebrochen auf einem Rollstuhl lagen, war Tezuka derjenige, der ihm zeigte, wie man dennoch weiterspielte.

19) Wind
Tezuka könnte schwören, dass Atobe den Wind bezahlt hatte, damit er ihm dermaßen schmeichelnd durch die Haare fuhr.

20) Freiheit
Mit 25 Jahren, den fünf größten Firmen Asiens und keinen Eltern mehr dachte Atobe Keigo, dass er endlich frei von allem wäre, bis er Tezuka Kunimitsu wiedertraf.

21) Leben
Für Atobe war Leben Aufmerksamkeit, Pflicht und Einsamkeit, für Tezuka war es Tennis und Atobe.

22) Eifersucht    
„Ich kann es nicht fassen, dass du auf Fuji eifersüchtig bist, obwohl der in aller Öffentlichkeit seinem eigenem Bruder hinterherläuft.“

23) Hände
Tezuka hatte sich immer gefragt, wie Atobe es schaffte, trotz täglichem Trainings seine Hände dermaßen weich zu halten, bis er einmal einen Blick in sein Badezimmer warf und die vier verschiedenen Sorten Handcreme bemerkte.

24) Geschmack
Wirklich, sein Lover hatte einfach keinen Klamottengeschmack, stelle Atobe fest, als er Tezuka in einem zartviolettem Hemd sah, und griff sich seinen lila Rüschenpulli mit Spitzenbesatz.

25) Abhängigkeit
Er war froh gewesen, sich von den Zwängen seines Vaters lossagen zu können, von Tezukas Lippen jedoch fand er sich unfähig zu lösen.

26) Für immer
Ein Konzept, an das sie erst nach zwanzig Jahren mehr oder weniger einträchtigens Zusammenleben zu glauben begannen.

27) Blut
Atobe hatte sich einmal gefragt, ob in Tezukas Adern wirklich Eis floss, aber als er zum ersten Mal den Herzschlag des Anderen hören konnte, wusste er, dass sein Blut mit der gleichen intensiven Hitze floss wie das seine.

28) Krankheit
Bevor der Knoten kam, waren Jahre mit stiller Unterstützung und frustrierender Kälte, danach war da nichts mehr, und Atobe fiel.

29) Melodie
Manchmal, wenn er sich seltsam melancholisch fühlte, würde Atobe einen Tanz aus Tschaikowskys Nussknacker summen, und dann kam es ihm so vor, als würden ihn lange, trainierte Finger auf dem Klavier begleiten.

30) Stern
Atobe mochte es nicht, wenn er von jemanden mit einem Stern verglichen wurde, Sterne fielen, während er auf ewig am Himmelszelt glänzen würde.

31) Zuhause
Sein Haus hatte fünfundzwanzig Zimmer, fünf Bedienstete, goldene Fliesen und Marmorsäulen, sein Zuhause nur braunes Haar und haselnussfarbene Augen.

32) Verwirrung
Eine der amüsantesten Sachen, die Tezuka je gesehen hatte, waren die großen Augen und der zu einem Schmollen verzogene Mund, wenn Atobe etwas nicht verstand, und das war sicherlich einer der Gründe, warum er den Anderen überhaupt als interessant eingestuft hatte.

33) Angst
Atobe wusste, dass er damals von seiner Sicht aus das Richtige getan hatte, aber trotzdem hatte er oft befürchtet, dass es jede beginnende Freundschaft zwischen ihnen zerstören würde.

34) Blitz/Donner
Tezuka kam sich alleine vor wie der Blitz ohne Donner, tödlich, aber still.

35) Fesseln
„Manchmal erkennt man erst, wenn man endlich frei ist, was einen wirklich zurückgehalten hat.“

36) Markt
Er wusste, dass er eigentlich eines dieser hübschen, einfältigen Mädchen hätte heiraten sollen, aber an diesem einem Wettsteigern in der Gesellschaft war er nie interessiert gewesen.

37) Technologie
Mit dem neuen Schmerzmittel hatte Atobe ein Vermögen verdient, aber niemand ahnte, für wen er es hatte entwickeln lassen.

38) Geschenk
Es war schwierig, Atobe etwas zu schenken, stellte Tezuka fest, als ihre Freundschaft sich dermaßen gefestigt hatte, dass es angemessen schien, sich etwas zum Geburtstag zu geben, entschloss sich dann, etwas zu tun, was Atobe /wirklich/ überraschen würde, und es funktionierte.

39) Lächeln
Tezuka dachte manchmal, ein ehrliches Lächeln des Anderen würde ihn noch geradewegs wegen Herzstillstandes ins Krankenhaus einliefern, doch als er Atobes angehaltenen Atem bemerkte, ahnte er, dass es ihm genau so ging.

40) Unschuld
Unschuld war niemals etwas gewesen, dass Atobe besessen hatte, aber da auch Tezuka in eine Welt der Erwachsenen und Erwartungen hineingeboren war, konnte er ihn anfassen, ohne Angst haben zu müssen, ihn zu beschmutzen.

41) Vollständigkeit
Erst hatte die ständige Geräuschkulisse Tezuka doch sehr gestört, aber inzwischen schien etwas ohne die ständigen Befehle, Musik und dramatischen Posen doch etwas zu einem ruhigen Abend fehlen.

42) Wolken
Als die aufziehenden Wolken das Ende ihres Rematches ankündigten, kam Tezuka die irrige Hoffnung, dies wäre ihre letzte Begegnung, aber als Atobe so selbstverständlich annahm, dass sie nun noch zusammen etwas essen würden, wusste er, dass es bereits zu spät war.

43) Himmel (sky)
Es hab Zeiten, an denen der Seigaku-Captain sich fragte, ob Atobe wohl schon mal versucht hatte, mit seinem Ego einen Heißluftballon zum Fliegen zu bringen.  

44) Himmel (heaven)
Manchmal, wenn Atobe die Rolle eines Gottes besonders gut inszenierte, wartete  Tezuka nur darauf, dass gleich Kabaji, Ohtori und Akutagawa blondgelockt in Engelskostümen hervorspringen würden.

45) Hölle
Hölle war nicht ein Leben voller Angst vor Reportern, Hölle war ein Leben ohne den Anderen.

46) Sonne
„Ich denke, eine Sonnebrille, ein Hut und eine Packung Sonnenmilch dürften auch dich vor Hitzepickeln schonen, du brauchst dich nicht noch extra bei mir zu verkriechen.“

47) Mond
„Atobe, du brauchst nicht unbedingt einen schönen Vollmond im Hintergrund, um mir einen Antrag machen zu können, weißt du?“

48) Wellen
Es kam jedes Mal wie ein gewaltiger Tsunami, überrollte sie, bis es mit der beginnenden Erschöpfung zu einer sanften Brandung wurde, aber Ebbe herrschte in diesen Nächten nie.

49) Haar
„Atobe, es ist mich scheißegal, ob dein Haar jetzt drei Stunden oder drei Stunden, vier Minuten und sechzig Sekunden braucht, um in Form gebraucht zu werden, ich muss aufs Klo!“

50) Supernova
Atobes leuchtende Augen könnten wirklich jeden explodierenden Stern überstrahlen, lächelte Tezuka insgeheim, als er seinen Liebsten zum Tanz aufforderte.

~Beta: GakutoxHiyoshi~

1) Gehen
Gakuto ging nicht, er flog – im Moment auf einen gewissen braunhaarigen Zweitklässler.

2) Walzer
„Mir doch egal, dass die Leute alle komisch gucken und das hier ein formaler Ball ist, es ist mein Abschluss, und ich will mit dir tanzen!“

3) Wünsche
Der Braunhaarige glaubte nicht an Sternschnuppen, sondern an harte Arbeit, aber als er seinen schmalen Senpai dreimal etwas murmeln hörte, das verdächtig nach seinem Namen klang, merkte er verwundert, dass er sich das gleiche gewünscht hatte.

4) Staunen
„Wenn du glaubst, es ist seltsam, dass Choutaroh und ich gut zusammenarbeiten, dann guck dir mal Mukahi und Hiyoshi an – das nenne ich ein Wunder.“

5) Sorge
Zu erst hatte er ein wenig Angst davor gehabt, Oshitari-senpai als Doppelspieler zu ersetzen, da er bisher nur Singles gespielt hatte, aber dann fand er heraus, dass Mukahi-senpai doch kein giftspritzendes Monster war, sondern sehr in Ordnung, wenn er einen einmal akzeptiert hatte – jetzt musste er nur noch herausfinden, welche von seinen Äußerungen ernst gemeint waren und welche nicht.

6) Launig
Der Ältere war eine Diva, seine Stimmungsschwankungen gefährlich, aber als Hiyoshi ihn das erste Mal schmollen sah, wusste er, dass er ihm nie wirklich etwas abschlagen können würde.  

7) Verschwenden
Gakuto fand bald heraus, dass Subtilität bei seinem Doppelpartner verschwendet war – hoffentlich würde ein Kuss deutlich genug sein.

8) Whisky und Rum
Das war das letzte Glas, schwor Hiyoshi sich, als sie Atobes teuren, uralten Whisky schon fast gelehrt hatten, aber dann kam sein Senpai mit einer Flasche Rum wieder, und er sah seinen Blick, hungrig, und wusste, er würde es bereuen, aber so lange es nur sie beide waren, auf dem Dach des Unterbringungsgebäudes, war es ihm egal.

9) Krieg
Jeden Tag stritten sie sich darüber, ob das Frühstück westlich oder japanisch sein sollte (was zum Teufel waren Spiegeleier?), wie lange sie schon zusammen waren (so was berechnet man doch nicht ab dem ersten Sex an!) und wo sie in den Urlaub verbringen wollten (es musste doch nun wirklich nicht unbedingt Europa sein, Hokkaido war viel sparsamer und genauso schön, da war er sich sicher), aber die Territoriumsgewinne im Bett, unter Dusche, auf der Couch oder wo auch immer waren auch schon Mal Verluste wert.

10) Hochzeit
Die Vorstellung von Gakuto im Hochzeitskleid verfolgte ihn noch für Wochen, aber als der Kleinere irgendwann genug hatte und sich tatsächlich eines von seiner Schwester lieh, mit perfekter Taille, Schleier, etwas zu leerem Ausschnitt und Perlenkette, wollte er es ihm nur so schnell wie möglich ausziehen und ihn wie eine echte Braut über die Schwelle zu ihrem Schlafzimmer tragen – nachdem er sich von seinem Lachanfall erholt hatte.

11) Geburtstag
Wochenlang überlegte Gakuto, was er seinem Kouhai zu dessen 16. Geburtstag schenken sollte, und kam schließlich zu dem Schluss , dass es nur eine richtige Möglichkeit gab (kleiner Tipp: es hatte zwei Arme, zwei Beine und rote Haare).

12) Segen
Als er zum ersten Mal in den Ferien eine Woche bei den Mukahis blieb, war er verblüfft, dass Gakuto ihm in der Einganshalle um den Hals fiel und ihn küsste, als hätten sie sich wochenlang nicht gesehen (was stimmte), und seine Eltern ihn sofort in die Familie aufnahmen, als wäre er schon ewig ein Teil von ihr, und als ihm klar wurde, was das bedeutete, musste selbst er sich eine Träne wegblinzeln.

13) Vorliebe
Bevor er in den Hyoutei Gakuen Tennisclub eintrat, hörte er die Gerüchte, Gerüchte, die besagten, dass jeder, der eine höhere Position einnahm, früher oder später eine gewisse Vorliebe entwickelte, oder, wie es ein Klassenkamerad so schön formuliert hatte: „Tennis ist doch einfach nur ein Schwuchtelsport“, und als er schließlich Regular wurde, musste er feststellen, dass es stimmte – und das er da auch keine Ausnahme bildete.

14) Brennen
Es tat weh, als sich das Zeichen in sein Haut brannte, aber als der Verband endlich ab war und trockene Lippen darüber geisterten, verstand er zum ersten Mal die proletarischste der Bedeutungen des Sprichwortes ‚Liebe heilt alle Wunden’.  

15) Atmen
„Atmen, Wakashi, atmen“, musste er sich immer wieder sagen, als er zum ersten Mal mit Gakuto Doppel spielte.

16) Brechen
Es tat weh, die beiden zu sehen, wie sie auf und außerhalb des Spielfeldes zu einem Paar wurden, sich immer näher kamen, aber er war sich klar, dass er, als er sich entschieden hatte, fortan Singles zu spielen, nur weil sie einmal verloren hatten, das zerbrechliche Band zwischen Gakuto und ihm zerrissen hatte, und Oshitari wusste, das es nun nie wieder repariert werden würde.

17) Glaube
„Verdammt, glaub mir doch, ich habe weder mit Oshitari noch sonst irgendjemanden geschlafen, egal was man sich erzählt, ich will nur dich!“

18) Ballon
Als sie hoch oben in der Luft waren, nur getragen von einer Plane, die von einem Feuer bedroht wurde, wie er es sah, fragte sich Hiyoshi, ob das jetzt nicht vielleicht ein geeigneter Augenblick war, um seinem Senpai zu sagen, dass er Höhenangst hatte.  

19) Balkon
„Nein, Yuushi, er hat sich nicht mit einer Gitarre unter mein Fenster gestellt und ein Sonett von Shakespeare gesungen, du siehst einfach zu viele Kitschfilme!“

20) Fluch
„Ich weiß ja, dass du Shishido-senpai als Fluch deiner Existenz bezeichnest“, flüsterte Hiyoshi nach einem weiteren Wettbitchen im Clubraum heimlich in das Ohr seines Partners, „aber du bist wirklich süß, wenn du dich so aufregst.“

21) Stille
Hiyoshi hatte Ruhe immer sehr geschätzt, aber jetzt war da ein kleiner, lauter Liebhaber, und er musste lernen, sich auch so zu konzentrieren.

22) Eigenarten
„Gekokujyou, gekokujyou, verdammt, es gibt auch noch andere Sachen auf der Welt!“

23) Frage
„Warum sollte ich mir das von einem kleinen Giftzwerg anhören, von dem jeder weiß, dass er mit der halben Schule geschlafen hat?“

24) Streit
Es ging den ganzen Abend so weiter, sehr zum Amüsement der anderen aus der Mannschaft, die sogar Wetten abschlossen, Shishido meinte, dass Gakuto länger durchhalte würde, er kannte dessen Sturkopf schließlich aus eigener Erfahrung, Ohtori dagegen wusste, dass sein Klassenkamerad ihm in dieser Hinsicht ebenbürtig war, bis Atobe irgendwann mit Jiroh von wer-weiß-wo wiederkehrte und eine Erkenntnis hatte: „Ore-sama ist soeben die geniale Idee gekommen, dass ihr beiden Doppel spielen solltet.“

25) Aufhören
Daraufhin hörten sie auf mit dem Streiten, um sich zum ersten Mal in ihrem Leben zu verbünden: Gakuto lenkte Kabaji ab und Hiyoshi ging Atobe an die Gurgel.

26) Springen
Spätestens, als bei dem Zweitklässer bei dem Versuch einzuschlafen keine Schafe, sondern kleine, nackte Gakutos über das Tor sprangen, wusste er, dass er ein Problem hatte.

27) Joker
Verzweifelt blickte der Größere auf sein Blatt, als sein Gegner einen Joker zog und wieder eine ganze Reihe ablegte, und er war noch nicht einmal unten – was hatte ihn nur geritten, mit seinem Senpai Strip-Rommé zu spielen, nur weil er Poker nicht konnte?

28) Rangeln
Natürlich habt ihr euch nur um das letzte Stück Schokolade gezankt, als ich euch auf dem Boden gefunden habe – macht ihr das immer mit den Zungen?“

29) Juwel
Einmal, bei einem gemeinsamen Einkaufsbummel, blieb Hiyoshi lange vor einem Juwelierladen stehen und starrte auf die Ringauslage, und als Gakuto ihn scherzhaft fragte, ob er ihm einen Antrag machen wollte, nickte er nur.

30) Gerade
Grinsend warfen sich die Geschwister Mukahi vielsagende Blicke zu, als von oben dumpfe Geräusche kamen, und eilten dann ihren Eltern entgegen, um sie davon abzuhalten, die Treppe hinauf zu steigen – gerade jetzt sollte man Gakutos ‚Nachhilfe für einen Kouhai’ wirklich nicht stören.

31) Smirk
Hiyoshi hatte dieses Wort im Englischunterricht gelernt, und er wusste sofort, dass es kein besseres Synonym für das Lächeln gab, dass Gakuto ihm zuwarf, wenn er etwas dachte, dass definitiv nichts mit Tennis und alles mit Doppeln zu tun hatte.  

32) Bedauern
Es war sein Motto, sich nach oben zu kämpfen und nicht auf Verluste zu achten, und wenn die Drittklässer graduierten, war es gut für ihn, da er nun Buchou sein konnte – aber warum spürte er trotzdem diese leise Traurigkeit in ihm aufsteigen, als er wieder auf dem Singles-Spielfeld stand?

33) Dummheit
Sich bei Unsicherheit über Gakutos Gefühle an Oshitari-senpai zu wenden.

34) Serenade
„Bitte, Wakashi, du weißt, dass ich dich liebe, aber hör bitte auf, in der Dusche ‚Daylight in your eyes’ zu singen, wenn ich auch darunter stehe!“

35) Sarkasmus
„Nein, Mukahi-senpai, du siehst nicht manchmal aus wie ein Mädchen, und benehmen tust du dich schon gar nicht so, wie kommst du drauf?“

36) Elend
Als sie als Partner eingeteilt wurden, war Hiyoshi überrascht, und erst, als er Oshitari zusammen mit dem Tensai von Seigaku sah, verstand er das abweisende Benehmen und die schlechte Laune des Anderen, also schwieg er, immer in der Hoffnung, dass Mukahi ihm eines Tages genug vertrauen würde, um zu sehen, dass er ihn niemals fallen lassen könnte.

37) Selbstgespräch
Gakuto wusste, dass sein Partner ihm meistens gar nicht zuhörte, wenn er sich minutenlang über alle möglichen Sachen beschwerte, nur damit er noch etwas länger einen Grund hatte, zu schmollen und damit dieses wunderbare Glitzern in die Augen des Größeren zu zaubern.

38) Aufenthalt
„Oshitari, hör auf, mit dem Seigaku-Freak zu telefonieren, Mukahi, geh von Hiyoshis Schoß runter, wir sind gleich da, das gilt auch für dich, Shishido, Kabaji, weck Jiroh endlich auf, er fällt gleich aus dem Fenster, und erinner Ore-sama daran, denjenigen zu killen, der einen Aufenthalt in Hokkaido mit Hinfahrt per Schiff vorgeschlagen hat!“

39) Teilen
„Wenn du mir sagen kannst, wie wir Atobe die Flecken auf seiner Couch erklären sollen, hast du meine ungeteilte Aufmerksamkeit, ansonsten lass mich schlafen.“

40) Einsamkeit
Es war seltsam, erst hatte er sich nicht wohl gefühlt, wenn er mit dieser vorlauten Bitch hatte zusammenarbeiten müssen, und plötzlich war er einsam, weil besagte Bitch die Highschool besuchte.

41) Nirgendwo
„Weißt du, es muss nicht gerade der Mond, die Sahara oder sonst irgendein gottverlassenes Nirgendwo sein, ein Schlafzimmer mit abschließbarer Tür würde mir im Moment schon reichen.“

42) Neutral
„Meinst du wirklich, dass es eine gute Idee war, ausgerechnet Ohtori und Hiyoshi als unvoreingenommene Schiedsrichter für Mukahis und Shishidos Streitereien einzusetzen?“

43) Nuance
Es war nur ein kleiner Unterschied zwischen Blutrot und der Farbe der Liebe, nur eine winzige Nuance, und in Gakutos Haaren waren beide zu finden.

44) Nah
Von Anfang an hatte er versucht, ihm nahe zu kommen, hatte sich an ihn gehängt, sich über ihn gebeugt, mit ihm Übungen gemacht, ihn hinter sich hergeschleift, und als der andere sich eines Tages seiner Berührungen entgegenlehnte, anstatt sich zu versteifen, wusste er, dass er kurz vor dem Ziel war.

45) Natürlich
Es schien ganz normal, als sein Partner ihn an sich zog, damit er selbst sich noch mehr an ihn schmiegen konnte, sich leicht zu ihm herunter beugte, um ihn sanft zu küssen, ganz natürlich, so, als wäre es immer so gewesen und würde immer so sein.

46) Horizont
Einen perfekten Sonnenuntergang im Meer hätten sie vielleicht doch lieber bei Atobe vorbestellen sollen, aber als Gakuto im Sand hockte und sein Gesicht an der Schulter seines Liebsten vergrub, und der sein Arme um ihn legte, um sie beide gegen den kalten Wind zu schützen, hätte es nicht perfekter sein können.

47) Tapfer
Vor langer Zeit, als Hiyoshi noch Erstklässler in der Junior High war, sah er, wie einer der Regulars, den er immer beneidetet hatte, weil er scheinbar mühelos diese Position erreicht hatte und nicht wirklich etwas dafür zu tun schien, dass er sie behielt, von vier älteren, größeren Spielern hinter der Schule verprügelt wurde, bis er eigentlich kaum noch laufen konnte, und am nächsten Tag normal das Training mitmachte und dabei weiterhin mit einem anderen stritt und dreckige Witze machte, und da wusste er, dass er ihn nie wieder unterschätzen würde.

48) Virtuos
Er hatte einmal gesehen, wie der Jüngere mit einem Gegner kämpfte, wirklich kämpfte, der ihm fast ebenbürtig war, wie elegant die Hände zuschlugen, wie tänzerisch die Beine traten, und zum ersten Mal begriff er, was die Bezeichnung Tiger-Kranich-Stil wirklich bedeutete.

49) Sieg
Das erste Mal, als sie gegen ein anderes Doppel gewonnen hatten, war es unglaublich gewesen, wie ein Rausch, 6 games to love, und es verwunderte niemanden, dass Gakuto anschließend seinem Partner um den Hals fiel und Hiyoshi ihn gar nicht mehr los lassen wollte.

50) Niederlage
Wieder hatte er gegen Seigaku verloren, wieder war er einfach besiegt worden, obwohl er doch alles gegeben hatte – aber, wie er mit Dankbarkeit feststellte, als sich eine schmale Gestalt an ihn schmiegte, diesmal war er nicht allein.

~Gamma: Yanagi und Kirihara~

 1)Ring
Als Kirihara den Abdruck eines Ringes knapp unter seinem linken Ohr damit erklärte, er sei versehentlich darauf eingeschlafen, was Renji der Einzige, der misstrauisch wurde.

2) Held
Als Kiriharas Schwester ihn fragte, wer sein Held sei, und er sagte, einer der drei Dämonen, wusste sie, dass sie besser nicht nachhaken sollte.  

3) Erinnerung
Jahre später sah Renji Yanagi einen Falken, der von einem größeren vertrieben wurde, und erinnerte sich an einen Jungen mit schwarzen, verwuschelten Haaren.  

4) Box
Auch wenn er noch so hungrig war und sein Essen mitsamt Geld vergessen hatte, hätte er das Angebot etwas aus Yanagi-senpais Lunchbox zu essen nicht annehmen dürfen, dachte Kirihara, als er im Spiegel zusah, wie seine Gesichtsfarbe von einem schrillen Türkis zu einem dunklen Lila wechselte.

5) Rennen
Noch war Renji vorne, aber Kirihara holte auf, und bald würden sie Seite an Seite laufen können.

6) Hurrikan
Akaya wurde oft mit einem Wirbelwind verglichen, zerstörend und aufwühlend, und Renji musste erkennen, dass sich diese Eigenschaft auch auf sein Leben auswirkte.

7) Flügel
Als Renji einmal mitbekam, wie Kiriharas Vater seine Frau schlug, wusste er, wo der fehlende weiße Flügel seines Kouhais geblieben war.

8) Kälte
Yanagi kannte nichts anderes als eine leere Wohnung und Stille, sodass es ihn jedes Mal erheiterte, wie Kirihara seinem Zuhause in der einen Stunde Nachhilfe pro Woche Wärme verlieh.

9) Rot
Wenn er sah, wie die Augen seines Kouhais rot zu glühen begannen, fragte er sich stets, warum all seine Daten nicht sagen konnten, was dahinter vorging.

10) Trinken
„Niou, wir hätten Akaya doch nicht abfüllen sollen, jetzt ist er auf Yanagis Schoß eingeschlafen.“  

11) Mitternacht
„Yanagi-senpai, was machst du mitten in der Nacht auf den Tennisplätzen – nein, warte, ich will es gar nicht wissen.“

12) Versuchung
Nein, sagte sich Niou zum wiederholten Male, er würde die beiden nicht damit aufziehen, was er gestern beobachtet hatte, es wäre einfach zu gefährlich, denn nach dem Gesicht, dass Sanada heute zur Schau trug, hatte er es auch bemerkt.

13) Aussicht
Als Kirihara einmal nach einer weiteren unfreiwilligen Busrundfahrt aufwachte, sah er durch das Fenster Yanagi-senpai auf ihn warten.

14) Musik
Als Sanada hörte, wie Renji „Interessant, Akaya singt gerne nachts unter Dusche…“ vor sich hinmurmelte, entschied er schnell, dass er gar nicht wissen wollte, woher der Andere das hatte.

15) Seide
Kiriharas Haut war rau, aufgerissen und abgenutzt vom Kämpfen und Trainieren, aber Renji wusste, dass es eine kleine Fläche an seinem Hals gab, an der sie sich anfühlte wie die reinste Seide.

16) Oberfläche
An der Oberfläche war Kirihara Kanten, Stahl und Narben und Yanagi Glätte, Stahl und Weiche… und darunter auch.

17) Versprechen
„Ich werde dich besiegen.“

18) Traum
In Kiriharas Träumen war es rot, rot, rot, und nur der Blick auf besorgte braune Augen beim Aufwachen hielt die Welt davon ab, in Blut zu ertrinken.  

19) Kerze
Als Renji bemerkte, dass alle seine Teamkameraden am Boden lagen, befand er, dass er in den Duftkerzen ein würdiges Equivalent zum Inui Juice gefunden hatte.

20) Talent
Anfangs war er für ihn nur Potential, bis er erkannte, dass dahinter eine erschreckende kleine Persönlichkeit schlummerte.

21) Stille
Der Nebel aus Stille, der den dritten der Dämonen umgab, wurde nur selten von einer lauten Stimme gelüftet, die sich verdächtig nach dem Teamjüngsten anhörte.

22) Reise
Als er bemerkte, wie die Lautstärke im Bus sich auf einem erträglichen Level hielt, beglückwünschte Sanada sich innerlich für die Entscheidung, Kirihara neben Renji und Niou  am anderen Ende des Busses neben Yagyuu zu platzieren.

23) Feuer
Die meisten verglichen Kirihara mit Feuer, aber Renji wusste, dass er in dieser Verbildlichung die Erde war, und Steine verbrannten sich nicht.

24) Stärke
Die meisten würden Akayas Körper als stark und seinen Geist als schwach bezeichnen, und manchmal musste er aufpassen, dass er nicht selbst so von sich dachte.

25) Maske
Das sie beide eine Maske trugen, war für die meisten offensichtlich, doch so lange der jeweils Andere darunter blicken konnte, war es ihnen egal.

26) Eis
Yanagi-senpai beim Schlittschuhlaufen war definitiv eines der erheiterndesten Dinge, die Kirihara jemals gesehen habe… abgesehen vielleicht von einem ausrutschendem Sanada.

27) Fall
Immer wenn Kirihara mal wieder auf die Fresse flog, dachte er, dass es nett wäre, wenn ihm jemand wieder aufhelfen würde, und als da tatsächlich einmal eine Hand war, wusste er, dass er nicht mehr fallen würde.

28) Vergessen
„Hey, ich habe meinen Schal hier irgendwo liegengelassen… oh, sorry, wollte nicht stören.“

29) Tanz
„Ja verdammt, ich kann tanzen… Niou-senpai, hör auf dich kaputt zu lachen!“

30) Körper
Kirihara hatte sich immer sehr wohl in seinem Körper gefühlt, bis zu dem Moment, in dem er sich ärgerlich fragte, warum er eigentlich kein Mädchen hatte werden können.

31) Heilig
Auch wenn er wusste, dass Renji nicht so furchteinflößend war, wie er immer wirkte, würde er doch nie, niemals seinen Laptop anfassen.

32) Abschiede
So sehr Kirihara sich auch freute seinen Abschluss geschafft zu haben, so sehr hasste er es, den gesamten Rest der Regulars von der Schule gehen zu sehen, auch wenn Yanagi-senpais Versprechen, ihm auch weiterhin zu helfen, ihm schon sehr half.

33) Welt
Mit Kirihara in Amerika und Renji in Europa war es keine Welt, die sie trennte, aber immer noch zu viel.

34) Formal
Wenn Kirihara neben Verlieren eines hasste, dann waren es diese furchtbaren Empfänge, auf die sie nach dem Gewinnen der Nationals mussten, und nur Yanagis Hand an seiner hielt ihn davon ab, einfach auszuflippen.  

35) Fieber
Mit 57,9%-iger Wahrscheinlichkeit lag das geflüsterte ‚Yanagi-senpai, bleib da…’ nur an dem Fieber.

36) Lachen
Als er hörte, wie Niou und Marui ihrem Kouhai ein echter Lachen ohne jede Herablassung oder Schadenfreude entlockten, beschloss er, die beiden vorläufig nicht mir seinem Wissen über ihr jeweiliges Liebesleben zu erpressen.

37) Lügen
Eine Sache, von der Kirihara nicht wusste, ob er sie an Yanagi-senpai hassen oder lieben sollte, war, dass er immer zu durchschauen schien, wenn er etwas wie ‚Ich bin okay’ nur dahin sagte – es kam auf die Maßnahmen an, die er danach ergriff, schließlich lag ein himmelweiter Unterschied zwischen ihm Daten vorrechnen und ihn mit einem sanften Kuss beruhigen.

38) Für immer
Renji Yanagi /wusste/, dass nichts ewig sein konnte, aber es gab Tatsachen, die auch ein Data-Spezialist lieber vergaß.  

39) Überwältigt
Als Kirihara ihn einmal einfach so am Boden festnagelte, wusste er, dass er eine Methode finden musste, um den Anderen im Zaum zu halten… Liebe war da gar nicht so schlecht.

40) Flüstern
Kirihara kannte nur Geschrei und dumpfe Geräusche abends, und so war er dankbar für das Gewitter, das ihn dazu zwang begleitet von dem Klappern des Laptops und Renjis sanftem Murmeln einzuschlafen.

41) Warten
Warten war eine Fähigkeit, die Akaya nie lernen würde, überlegte Renji, als er den Anderen quälend langsam von seinem T-Shirt befreite und ungeduldig von seinem Kouhai angefeuert wurde.

42) Gespräch
„Wenn ich euch frage, was ihr dreißig Minuten im abgesperrten Umkleideraum getrieben habt, antwortet ihr doch nur mit ‚lernen’, oder?“

43) Suche
Für die meisten war Kirihara verloren, ein gewalttätiges Blag mit zuviel Genie, aber Renji Yanagi war gut im Finden von Dingen.  

44) Hoffnung
Akaya hatte immer gedacht, dass er keinen Abschluss hinkriegen und irgendwann zusammengeschlagen in einer dreckigen Ecke landen würde, bis er mit Tennis begann und das Rikkaidai-Team kennen lernte.  

45) Verdunklung
Es gab nur zwei Gelegenheiten, bei denen ein Schatten über Renjis Gesicht fiel, als Yukimura ins Krankenhaus kam und als er Kirihara alleine auf der Junior High zurücklassen musste.

46) Erdanziehung
Auch wenn Renji wusste, dass Kirihara dringend mal auf de Schnauze fliegen musste, tat ihm der Gesichtsaudruck des Anderen, als er gegen Fuji verlor, weh.

47) Highway
„I’m on the highway to hell“, sang Kirihara, und Renji wünschte, er könnte ihm widersprechen.

48) Unbekannt
Als er hörte, dass seine ein Jahr ältere Schwester einen Korb von seinem Senpai bekommen hatte und nun gegen seine unbekannte Freundin wütete, war er nur froh, dass sie nicht wusste, dass es wegen ihm gewesen war.

49) Verschlossen
Man könnte meinen, Renji müsste doch alles über seinen Kouhai wissen, aber wenn es um zu seiner Familie kam, mutierte der Jüngere regelmäßig zu einer Auster – was ihm auch wieder alles sagte.

50) Atem
Als er das erste Mal bemerkte, wie sein Jugendfreund Seigakus hauseigene Schlange ansah, dachte er sich wenig dabei, aber als er merkte, dass es ihm bei seinem eigenem Sophomore genauso ging, verstand er, was der Brillenträger mit ‚Keine Daten können das plötzliche Fehlen des Atems erklären’ meinte.

~Delta: Fuji und Mizuki~

1) Luft
Er hasste es, wenn der ältere Fuji ihn wie Luft behandelte, aber irgendwann würde er ihn schlagen, und dann könnte der Andere ihn nicht mehr ignorieren.

2) Äpfel
Syusuke wunderte sich, warum Mizuki sich weigerte, zweifarbige Äpfel von ihm anzunehmen, er hatte sie doch nicht vergiftet… aber eigentlich gar keine so schlechte Idee…

3) Anfang
Als Yuuta seinen besten Freund das erste Mal mit zu ihm brachte, ahnte er noch nicht, was er damit alles auslösen würde.

4) Käfer
Anfangs war Hajime für Fuji nicht mehr als ein Käfer, den er unbedingt zerquetschen wollte, und jetzt hatte er Ungezieferbefall in seinem Bett.

5) Kaffee
„Moment mal, du kriegst diesen freakigen Inui Juice runter, aber Kaffee mit Zucker findest du ekelhaft?“

6) Dunkelheit
Mizuki würde niemals zugeben, dass er die ersten Wochen nach ihrem Match im Dunkeln immer das beklemmende Gefühl hatte, dass sich blaue Augen wie Stahl in seinen Rücken bohrten.

7) Verzweiflung
Mizuki Hajime, hatte sich geschworen, Fuji eines Tages zu knacken und zuzulassen, dass er ihn zerstörte, aber immer, wenn er mal wieder seinen Namen vergaß, oder ihn schlicht übersah, war das gar nicht so einfach.

8) Türen
Man hörte das hastige Rascheln von Kleidern, dann das laute Zuschlagen einer Haustür und Syusuke blieb zurück, sich still fragen müssend, ob er diesmal nicht etwas zu weit gegangen war.

9) Drink
Wütend kippte Syusuke seinen Cocktail runter, beobachtete Yuuta, wie er knallrot mit Mizuki tanzte, und wünschte, er wüsste, an wessen Stelle er sich mehr sehnte.  

10) Pflicht
Jeder hatte etwas, das er zwar als seine Aufgabe ansah, aber doch sehr gerne tat, und Fuji fand es nun mal seine Pflicht, Mizuki regelmäßig in den Arsch zu… treten.

11) Erde
Immer wenn Hajime die Stelle im Garten sah, auf der der Boden so seltsam aufgewühlt war und Fuji, der dort liebevoll ein paar Blumen pflanzte, fragte er sich schaudernd, was wohl darunter lag.

12) Ende
„Ich hasse dich.“

13) Herbst
Immer wenn die Tage trüber wurden, blickte Syusuke auf die Laubhaufen, erinnerte sich lächelnd, wie Yuuta und er früher die Blätter mit einem gezieltem Sprung durch die Luft gewirbelt hatten, und dann sah er, wie dieser nervige Idiot auftauchte und wusste, es würde nie wieder so sein.

14) Feuer
Mizuki war ein Phönix, stieg immer wieder in Flammen auf, egal wie sehr man ihn einäscherte, und Fuji Syusuke war auf der Jagd.

15) Flexibilität
Mizukis Sturkopf, mit dem er immer gerade so auf jemanden zuging, wie es ihm passte, ob der das nun wollte oder nicht, war einer der Gründe für die Mischung aus Hass und Amüsement in Fuji – aber er sollte bald herausfinden, dass der Dunkelhaarige in anderen Bereichen äußerst flexibel war.

16) Frieden
„Aniki, Mizuki-senpai, wenn ihr so weiter macht, werfen sie euch noch raus…“  

17) Essen
Eine Sache, die Mizuki an Yuuta mochte, war sein guter Geschmack in Essensdingen, aber er sollte schnell bemerken, dass dies nicht in der Familie lag.

18) Fuß
„Oh, entschuldige, Miyaki-san, ich wollte nicht über deinen Fuß fahren…“

19) Grab
Yuuta wurde spätestens in dem Moment, in dem er seinen Bruder in einer Grün-Türkis-Blau-Kombi Hand in Hand mit seinem besten Freund in seinem geliebten lila Rosenpulli sah, klar, dass er sich schon mal sein Grab schaufeln sollte – Augenkrebs konnte schnell tödlich sein.

20) Grün
„Also bitte, Syusuke, jeder weiß doch, dass Grün total out ist, Violett ist jetzt der neueste Schrei!“

21) Kopf
Niemand konnte sagen, dass sein großer Bruder nichts im Kopf hatte, aber die Langsamkeit, mit der er seine Gefühle für Mizuki-senpai begriff, frustrierte Yuuta furchtbar.

22) Halloween
Als er sich in einer Maske von hinten an Hajime heranschlich, wusste Fuji wieder, warum er Gruselnächte so liebte.

23) Ehre
Als Fujis seinen schwarzhaarigen Gegenspieler in Grund und Boden stampfte, wusste jeder, der die beiden kannte, dass nun ein Kampf auf Leben, Ehre, Liebe und Tod losbrechen würde.

24) Hoffnung
Mizuki glaubte nicht an Hoffnung, er glaube an Planung, Fuji wusste, dass es keine Hoffnung gab.

25) Licht
Hajime hasste den Heiligenschein, der Fuji immer zu umgeben schien, er macht es so einfach, ihm zu vertrauen.

26) Verloren
Als Syusuke Yuuta und Hajime eingeschlafen auf dem Sofa fand, eng aneinander gekuschelt auf dem Sofa fand, wusste er, dass er zum ersten Mal gegen Yuuta verloren hatte.

27) Metall
Manchmal wurde Syusuke wirklich sehr brutal, dachte Mizuki, als er den metallischen Geschmack von Blut auf seinen Lippen kostete, aber als von zarten und doch starken Händen auf das Bett genagelt und im schnellen Rhythmus hart genommen wurde, musste er dennoch zumindest noch vor Schmerzen aufschreien.

28) Neu
Als das seltsame längliche Ding zu vibrieren begann, fragte Mizuki sich ernsthaft, ob es eine gute Idee gewesen war, die Frage „Willst du nicht mal was neues ausprobieren?“ zu bejahen.

29) Alt
Zufrieden lächelte Fuji, als die Handschellen einschnappten  - manchmal waren die altmodischen Methoden eben doch die Wirksamsten.

30) Frieden
„Bitte, könnt ihr euch nicht wenigstens an meinem Geburtstag vertragen?“

31) Gift
Syusuke war Gift, das sich langsam in seinen Adern ausbreitete, und Hajime wusste nicht, ob es ihn heilen oder töten würde.

32) Hübsch
Viele nannten Fuji Syusuke hübsch, und er hasste es, Mizuki nannte ihn unheimlich, und, obwohl er es damals noch nicht wusste, er liebte es.

33) Regen
Als die Regentropfen auf das Grab fielen und Yuuta leise anfing zu weinen, fragte sich Syusuke zum ersten Mal, ob nicht doch mehr hinter der nervigen Fassade gesteckt hatte, als er hatte sehen wollen, aber dann tat er den Gedanken als unwichtig ab, er würde es nun nie erfahren.

34) Reue
Auch wenn es schmerzhaft und erniedrigend gewesen war – er bereute es nicht.

35) Rosen
Rosen waren schön und stachelig – an wen erinnerte Mizuki das nur?

36) Geheimnis
Es war ihnen selber ein Geheimnis, warum sie überhaupt zusammengekommen waren.

37) Schlange
Er hätte wirklich darauf gefasst sein müssen, als ihm etwas langes, glattes die Hose hoch kroch, es war doch klar, dass sich Fujis schlechter Geschmack auch auf seine Haustiere auswirkte.  

38) Schnee
Das erste Bild, dass Syusuke in den Sinn kam, als er Yuuta zum ersten Mal in St. Rudolph besuchte und einen schlanken, schwarzhaarigen Senpai von ihm bemerkte, war Schneewittchen in ihrem Glassarg.

39) Solide
Er rüttelte an seinen Fesseln, doch die Eisenringe und Bettpfosten waren äußerst stabil, und das Glitzern in Fujis ausnahmsweise geöffneten Augen verriet ihm, dass er sich auf eine lange Bestrafung einstellen sollte.

40) Frühling
Wenn der Frühling kam, musste sich Mizuki immer mit Taschentüchern im Haus vergraben, und Syusuke fand heraus, dass er es sehr amüsant fand, ihm dabei Gesellschaft zu leisten.

41) Stabil
Fujis Freunde und Familie wussten, dass seine Stimmung alles andere als stabil war, und auch Mizuki musste diese Erfahrung schnell machen.

42) Seltsam
„Ihr beide seit wirklich seltsam, wisst ihr das?“

43) Sommer
Sommer, das war flüchten vor kaltem Wasser, vor Blumensträußen, die seine Allergie auslösten, und Sonnenbrand aufgrund vertauschter Creme, Sommer, das war Fuji.

44) Tabu
Über das eine Mal redeten sie nicht, sie waren betrunken und es sehr gut gewesen, aber Hajime liebte Yuuta und Syusuke Tezuka, und dann änderte sich nichts.

45) Hässlich
Syusuke wusste, dass Mizuki von innen hässlich war, wann also hinderte es ihn nicht daran , den Älteren unbeschreiblich sexy zu finden.

46) Krieg
Während Yuuta ihr ständiges Gezanke als einen nervigen Kleinkrieg betrachtete und Yumiko als eine der besten Comedyshows des Jahres, war es für sie beide bloß ein erwartungsgeladenes Vorspiel.

47) Hässlich
Fujis Augen wurden oft mit Wasser verbunden, und Hajime wusste, dass er eines Tages darin ertrinken würde.

48) Willkommen
Als Yuuta ihn vor seinem Zuhause mit „Willkommen in der Hölle“ begrüßte, hätte er ihm glauben sollen.

49) Winter
Nachdem er gegangen war, war alles kalt und grau, aber dem Winter folgte kein Frühling.

50) Holz
„Verdammt, es ist nur ein Splitter, warum sollte ich ihn dir aussagen?“

~Epsilon: Saito und Ruito~

1) Bewegung
Noch bevor sie einander kennen lernten, fiel Ruito ihm auf, die Energie, die den Kleineren durchfloss und die jede seiner Bewegungen leicht erscheinen ließ, selbst bei anstrengenden Saltos und wenn er nach einer Show erschöpft auf dem Boden hockte, auch ein Jahr später so süß aussehend, dass er nicht anders konnte, als ihn halb tot zu knuddeln.

2) Kalt
Immer, wenn er von ihm berührt wurde, wurde ihm warm, aber als ihm klar wurde, was das bedeutete, wurde ihm sehr, sehr kalt.

3) Jung
Der Geburtstag, an dem er Ruito weinend in den Armen hatte, brachte ihm wieder ins Gedächtnis, wie jung der Andere doch war, und wenn Gakuto auf der Bühne die Hüften vor den seinen kreisen ließ, war er dankbar für diese Erinnerung.

4) Letzter
Vom gesamten Cast war Saito vermutlich der Letzte, der Ruitos Gefühle für ihn begriff, und als er es dann tat, war er sprachlos – auch aufgrund des Mundes auf Seinem.

5) Falsch
Er war doch erst 16, ein halbes Kind, es war falsch – aber verdammt, der Kleine war süß.

6) Sanft
Saito war immer so zärtlich zu ihm, vorsichtig, doch Ruito war nicht aus Glas, und das würde er ihm auch zeigen.

7) Eins
10 – 9 – 8 – er würde ihn nicht umarmen – 7 – 6 – 5 – er würde ihn nicht küssen – 4 – 3 – 2 – er würde nicht mit ihm auf der Couch landen – 1 – nichts geholfen.

8) Tausend
Tausend verstohlene Berührungen, hundert gemeinsame Tage, zehn heimliche Dates, ein Kuss.

9) König
Saito war königlich, er selbst nur ein Hofnarr, aber schon in ‚Der Clown’ waren beide Figuren ein Paar.

10) Lernen
Er wusste ja, dass Ruito noch zur Schule ging, und so dachte er sich nichts dabei, als sein Freund ihn um Nachhilfe bat.

11) Unschärfe
Endlich sahen sie sich wieder, endlich, nach fast zwei Jahren Gefangenschaft Zuhause, und nun verschwamm das glückliche Lächeln seines, jetzt wieder, Liebsten vor Tränen.

12) Warten
Vielleicht sollte er wirklich den ersten Schritt machen, aber der Andere war verdammt noch mal der Ältere und sowieso eher der Verführertyp, warum also ließ er ihn so warten?

13) Veränderung
Er war schon lange Sänger und Schauspieler, hektisches Leben war der Normalfall, aber nach dem Rokkaku-Myu kamen ihm zum ersten Mal die Tränen.

14) Befehl
„Küss mich, und zwar jetzt!“

15) Halt
Die Erdanziehungskraft schien keine Wirkung auf Ruito zu haben, also musste er sich etwas anderes überlegen, um ihn bei sich zu halten.

16) Bedürfnis
Als er erfuhr, dass Ruito die zwei freien Wochen bei seiner Familie in Hokkaido verbringen musste, brauchte es zwei Tage, bis er es endlich wagte, ihn anzurufen, und drei weitere Stunden, um am Flughafen zu stehen.

17) Vision
Als sein Vater ihm wieder einmal einbläute, er solle gefälligst bald heiraten, entstand vor seinem inneren Auge das Bild von Ruito im Hochzeitskleid, und ungeachtet des elterlichen Zorns musste er lächeln.

18) Aufmerksamkeit
Er war als Tänzer gewöhnt, dass man seinen Körper begutachtete, jede Bewegung beobachtete und einstufte, aber der brennende Blick seines neuen Duettpartners hatte nichts Beurteilendes, sondern etwas Begehrendes, und mit der Zeit begann er es zu genießen.

19) Seele
Tagsüber verdrängte er, dass sie nicht nur gegen das weltliche Gesetz verstießen, sondern auch Schuld auf ihre unsterblichen Seelen luden, aber in den Nächten, in denen er alleine war, war das schwer.

20) Bild
Immer, wenn er bei den Dreharbeiten zu ‚Boy’s Love’ das Bild mit der Klippe sah, dachte er daran, einmal mit Ruito dorthin zu fahren, ohne Kameras und Tote, aber als ein Teil seines Lebens.

21) Idiot
„Du willst nur deshalb nichts mit ihm anfangen, weil er so jung ist?

22) Sauer
Kein Wunder, dass er wütend ist.“

23) Kind
„Er ist noch ein halbes Kind, Kato-kun, erst 16!“

24) Jetzt
„Jetzt nicht mehr, Saito, er liebt dich, reicht das nicht?“

25) Schatten
Manchmal schien es ihm, als würde er mit all seinem Kampfsport doch nur den Schatten einer verlorenen Liebe jagen.

26) Auf Wiedersehen
Sie hatten Abschied genommen, und ob es ein ‚Auf  Wiedersehen’ werden würde, war noch unklar.

27) Verstecken
Auch wenn sie im zweiten Cast nicht das einzige Paar waren, wo eine Kamera dabei war, mussten sie sich auf gelegentliches Knuddeln und Umarmen beschränken, aber das war nie leicht und immer schwierig, und wenn er merkte, dass sein Kleiner kurz vorm Weinen stand, wusste Saito nicht, wie er ihn trösten konnte.

28) Glück
Glück, das war mit ihm da zu liegen, eng aneinander gekuschelt, zufrieden mit sich und der Welt, Glück, das war unmöglich.

29) Sicher
Es gab nichts, das ewig währte, nichts, das sicher war – aber es fühlte sich zumindest so an.

30) Geist
„Aibacchi, du solltest doch Saito-kun und RuiRui holen – Himmel, du siehst ja aus, als hättest du einen Geist gesehen!“

31) Buch
Ruito würde nie verstehen, wie sein bester Freund aus dem Team stundenlang lesen konnte, aber er tobte sich dann einfach eine Runde aus und benutzte Saito als Kopfkissen, und so wusste er schon, warum er dem Älteren eines seiner eigenen Lieblingsbücher zum Geburtstag schenkte – es war 1200 Seiten lang.

32) Auge
Auge um Auge, Zahn um Zahn, Kuss um Kuss, so war es, wenn sie sich stritten.

33) Niemals
Als er damals als Gakuto ausgewählt wurde, hätte er sich nie träumen lassen, dass er tatsächlich seinen Yuushi finden würde.

34) Sagen
Einmal hatte er ein altes europäisches Märchenbuch von Shirota ausgeliehen, und gemeinsam stritten das zweite Hyoutei-Doppel darüber, dass Saito sich zwar besser in einem Glassarg machen würde, es aber doch nun mal nicht anging, dass der Prinz sich an seine Prinzessin hängen musste, um sie zu küssen – also probierten sie es eben aus.

35) Plötzlich
Es machte einfach PENG und er war verliebt, aber er wusste, dass er dem Anderen vielleicht doch etwas mehr Zeit lassen sollte als fünf Minuten.

36) Stop
„Ach kommt, ihr beiden, jeder weiß, dass ihr verliebt seid, könnt ihr nicht einfach aufhören einander anzuhimmeln und es euch endlich sagen?“

37) Zeit
Zeit heilt alle Wunden, sagten sie, aber es tat noch immer weh, und er wusste, die Verletzung, die Saito unbeabsichtigt geschlagen hatte, würde nur zu einer schmerzenden Narbe werden.

38) Waschen
Der Onsenausflug würde die reinste Hölle werden, erkannte Saito, als ihm ein nackter Ruito freudestrahlend entgegenlief und ihn bat, ihm den Rücken zu waschen.

39) hin- und hergerissen
Sollte er zuerst Aiba oder zuerst Shirota für ihren gepfiffenen Hochzeitsmarsch eine reinhauen?

40) Geschichte
„Es waren einmal vor langer, langer Zeit in einem Märchenmusical als Prinz Saito und Prinzessin Ruito… he, hört auf, mich zu kitzeln!“

41) Macht
Der Gedanke, so eine Wirkung auf ihn zu haben, erregte und erschreckte ihn gleichermaßen.

42) Sorge
Er begann schon lange vorher, sich Sorgen zu machen, und als Ruito ihm von dem Pankreaskarzinom erzählte, wusste er, dass sie begründet waren.

43) Gott
Und als er dann nur hilflos zusehen konnte, wie seine Eltern die Intensivstation betraten, und er nicht hinein durfte, hasste er Gott aus vollem Herzen, so sehr, wie er Ruito liebte.

44) Wand
Als der Älteste der Truppe stand er meistens etwas abseits an der Wand, und es bedurfte den Jüngsten, um ihn mitten in den Trubel hineinzuziehen.

45) Nacht
Manchmal, da war er ein Vampir, gekommen, um ihn auszusaugen und zu ihm zu holen, dann ein Gespenst, das seinen Verlust nicht überwinden konnte, oder ein Elfenkönig, bereit, auch im Frieden für ihn zu kämpfen, aber immer wurde es Morgen und die Träume verblassten in der Sonne.

46) Fahren
Sobald Ruito 18 wurde und den Führerschein hatte, nahmen sie sich ein großes Auto mit einer Matratze statt Rückbank, Bücher, Geld und viel Musik und fuhren vier Wochen lang quer durch Japan, laut ‚Tod oder Freiheit soll auf unsern Gräbern stehen’ singend.

47) Leid
„Es tut mir Leid, ich wollte dich nicht verletzten, wirklich, ich… ich habe… einfach Angst.“

48) Wertvoll
Er liebte Achterbahnfahrten fast so sehr wie sein jüngerer Freund, einfach, weil er bei der Ansage „Bitte halten Sie Ihre wertvollsten Besitztümer fest“ nach Ruitos Hand greifen konnte und mit einem strahlenden Lächeln belohnt werden würde.

49) Hunger
„Bitte, könnt ihr euch demnächst einen anderen Ort dafür aussuchen als die Küche, so sehr ich euch auch als Mitbewohner schätze, ich hab Hunger!“

50) Glauben  
„Glaubst du eigentlich, dass wir deshalb wirklich weniger wert sind?“

~Ende oder tbc?~

 

  •  Titel: Der kleine Unterschied
    Pairing: FujiRyo mit kleinen Prisen AtoTezu, MomoAnn, Golden Pair, KamIbu und Yummi... in den ersten zwei Absätzen jeweils in einem Nebensätz erwähnt XD
    Genre: Komödie, PWP
    Warnings: Lemon, leichtes Bondage (Fuji eben), Toys
    Kommentar: Mein Conhon-Eintrag bei KiraSebi >.< Und der Schock ist auch nach Wochen nicht verdaut XD

~Der kleine Unterschied~  

„Fuji-senpai, du bist so eine Bitch.“


Geschockte Stille auf dem Tennisplatz. Oishi und Eiji, eben noch mit ihrem üblichen Wir-sind-das-Golden-Pair-und-ja-sowas-von-verheiratet-Tätigkeiten beschäftigt, hielten wie vom Blitz getroffen inne. Taka-san lief knallrot an und versuchte wie Kaidoh so zu tun, als hätte er nicht gehört, auch wenn er sich die Zischlaute sparte. Inui guckte nur interessiert, sein Notizbuch gezückt. Selbst Tezuka sah auf, wandte sich aber gleich wieder seinen Planungen zu. Er war immerhin mit Atobe zusammen, da lernte man, derartige Naturkatastrophen einfach zu ignorieren. Momo dagegen machte sich alarmiert bereit, seinen Kouhai wieder einmal zu retten.
Denn natürlich war es Ryoma gewesen, mit dem üblichen Mada-mada-dane-Gesichtsaudruck, auf den am Boden liegenden Mizuki, über den sich Yuuta in Panik beugte und sanft den Inui Juice entwendete, blickend und voll kommen unbeachtend, dass Fuji eben nicht nur eine Bitch war, sondern eine sadistische Bitch.
Als der Tensai nur lieblich lächelte, wusste Momo, dass er sich bald einen neuen besten Freund suchen musste.

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Zu Momos Überraschung überlebte Ryoma das Training. Ob ihn das so sonderlich beruhigte, war eine andere Frage. Und dann, sie waren einige der letzten im Umkleideraum, piepte sein Handy. Schnell kramte er es hervor, nicht ohne einen schnellen Blick zu seinem lächelnden Senpai zu werfen.
Es war Ann-chan, die ihn fragte, ob sie sich nicht gleich treffen wollten. Natürlich wollte er, seitdem sie ein Paar waren und Kamio mit diesem Shinji beschäftigt war, verbrachten sie ihre Dates auch am liebsten ohne Ryoma. Nur genau das machte ihm gerade Sorgen.
„Hey, Echizen-chan, ist es okay, wenn du alleine  nach Hause gehst? Ann-chan hat Kinokarten…“
Ryoma guckte nur verständnislos. Was war denn heute los? Sonst stürmte Momo-senpai doch auch einfach los… Doch schon fühlte er eine familiäre Präsenz hinter sich und hörte eine klare Stimme sagen: “Saa, Echizen-kun, willst du nicht zu mir kommen? Ich hab alle Aufnahmen der U.S. Open da…“
Hm? Wie kam er denn jetzt zu der Ehre? Aber warum nicht… Er war noch nie bei dem Älteren gewesen, und vielleicht könnten sie danach endlich wieder ein Match spielen.
„Von mir aus.“
Er zuckte mit den Schülern und konnte spüren, wie für einen kurzen Moment Stahlaugen auf ihm ruhten. Anscheinend schien Fuji-senpai sich über seine Antwort zu freuen. Warum guckte Momo-senpai nur so entsetzt?

+-+-+-+-+-+-+-

Eine Dreiviertelstunde später wusste er es. Die Wand in seinem Rücken, die zwei warmen Hände an seiner Hüfte und die Zunge in seinem Mund schienen ihm doch deutliche Beweisstücke. Ob es ihm gefiel?
Nun ja, dass Fuji Syusuke attraktiv war, konnte einem jedes weibliche und auch männliches Wesen der japanischen Tennisspieler bestätigen, und da er so nebenbei auch noch genial spielte, hatte Ryoma es sogar wahrgenommen. Und langweilig war er garantiert auch nicht. Man merkte es schon – es gefiel ihm. Es gefiel ihm sogar sehr. Und wenn das so weiter ging, würde sein Senpai das auch deutlich merken.
Nicht, dass es nicht jetzt schon offensichtlich gewesen wäre, wie Syusuke zufrieden feststellte. Jetzt musste Ryoma für seine Frechheit büßen. Er würde schon noch erkennen, wie Recht er gehabt hatte. Natürlich mochte er den Kleinen, sogar sehr, aber noch mehr würde er es mögen, wenn er nach Erlösung bettelte. Es hatte schon Gründe, warum er auf das Bett zusteuerte.
Ryoma jedoch spürte nur Hitze, diese unglaubliche Hitze, und so erleichterte es ihn eher, als er spürte, wie flinke Finger sein Hemd aufknöpften, als dass es ihn erschreckte. Er war noch nie jemand gewesen, der vor etwas zurückwich.
Fujis Lächeln weitete sich ob der Wagemutigkeit des Teamjüngsten. So weit, so gut.
Und dann drückte er ihn aufs Bett, und ehe Echizen auch nur reagieren konnte in seiner leichten Benebeltheit, war er auch schon mit zwei Seidentüchern an die oberen Bettpfosten gefesselt und seiner Kleider beraubt. Nun ja, er war im Begriff mit Fuji Syusuke zu schlafen, da sollte man wohl auf so etwas gefasst sein. Und der Mund, der sich gerade an seinem Schlüsselbein festsaugte, war ein äußerst überzeugendes Argument. Mmh… diese Lippen…
Langsam fuhr Fuji mit seiner Zunge um Ryomas Nippel als wäre seine Haut die delikateste Wasabi-Eiscreme, bevor er sich der verführerischen Amarenakirsche zuwandte, sie genüsslich zwischen den Zähnen drehte, bevor sie sich kostend in das Fleisch gruben und die Zunge neckend über den Kern fuhr, den Geschmack und die sofortige Verhärtung ebenso zu genießend wie das Aufkeuchen des Schwarzhaarigen.
Für Ryoma wurden die Fesseln schon jetzt hinderlich, er wollte Fujis Kopf so gerne tiefer drücken, zu Stellen, die es gerade dringender benötigten. Doch natürlich spielte der Ältere nach eigenen Regeln, und so fuhr er erst mal kurz mit seiner Zunge um den Bauchnabel, stieß schnell hinein, kopierte eine Bewegung, die er später noch an ganz anderer Stelle wiederholen wollte.
Es gab nichts, was sich Echizen Ryoma gerade sehnlicher wünschte. Was machte der Kerl nur mit ihm? Er hatte sich ja gedacht, dass der Ältere sehr gut im Bett war, aber SO gut… Er würde nicht betteln, aber wenn es in dieser Intensität weiterging, würde er kommen, bevor es so richtig losgehen würde… egal.
„Ist das alles, was du drauf hast, Fuji-senpai?“, fragte er heiser, die Augen provokativ geöffnet, und schrie auf, als sich ohne Vorwarnung etwas Heißes, Feuchtes um seine Erregung legte. Unwillkürlich zuckte seine Hüften nach vorne, als eine raue Zunge über die Spitze strich, sie umkreiste, aber Fuji hielt ihn fest auf die Matratze gedrückt. Oh Gott, wenn das so weiter ging, würde er gleich…
Und diesen Moment wählte Syusuke, um ganz von ihm ab zu lassen, ihn hilflos und wimmernd zurücklassend, um für den aufsteigenden Tennisstar unsichtbar drei Gegenstände aus dem Nachttischschränkchen zu ziehen. Was das erste war, sollte er jedoch sehr schnell erfahren, als sich plötzlich ein seltsamer Silberring an der Wurzel seiner Erregung befand. Was zum Teufel war das?
„Das ist ein Cockring“, erklärte Fuji auch schon, als er das Fragezeichen auf dem Gesicht seines Gespielens bemerkte, „er verhindert, dass du zu früh kommst.“
Wie bitte? Das konnte doch jetzt nicht wahr sein, oder?
Doch viel Zeit darüber nachzudenken hatte er nicht, denn diese göttliche Zunge fuhr nun von dem Ring zur Spitze, umkreiste neckisch die Eichel, schob sich spielerisch unter das winzige Häutchen, ließ Ryoma zu einem keuchendem und äußerst frustrierten Jungen werden.
Und dann war da ein glitschiger Finger an seinem Hinter, massierte den Eingang… und war schließlich in ihm.
Es tat weh. Immerhin war es sein erstes Mal, und auch wenn dieser Gedanke Fuji eher noch mehr erregte, nahm er die Verspanntheit der Muskeln und die erschrockenen Augen wahr. Und schluckte.
Unwillkürlich stöhnte Ryoma auf, entspannte sich um den Finger. Er wollte kommen, einfach nur kommen, aber solange Fuji sich beherrschen konnte, würde er diesen verdammten Cockring nicht loswerden. Bei dem Gedanken zog er sich probeweise ein wenig um den Finger zusammen, zog ihn tiefer in sich, begann dass ungewohnte Gefühl zu genießen.
Der zweite Finger folgte.
Diesmal ging es besser, er war darauf vorbereitet und Fujis Mund tat sein Übriges, als der Braunhaarige begann leise zu summen, ihn dabei fast in den Wahnsinn treibend. Verdammt, konnte er sich nicht mal ein wenig beeilen? Er hielt das nicht mehr aus…
Plötzlich war da noch etwas anderes in ihm, nicht nur ein dritter Finger, der ohne Probleme durch den zuckenden Eingang glitt, sondern etwas Anderes, Kleineres, wie ein winziger Knopf.
Und dann wurde jeder zusammenhängende Gedanke aus seinem Kopf vertrieben, als die Finger leicht krümmten, das Gerät gegen etwas in ihm stieß und anfing zu vibrieren. Unwillkürlich hatte er die Augen geschlossen, weiße Punkte tanzten vor der Schwärze Walzer, seine Lautstärke hatte längst die Zimmerbegrenzung überschritten.
Und so langsam erreichte auch Fuji seine Grenze. Der Jüngere wusste es vielleicht nicht, aber mit Aufnahmen dieser Szene ließe sich ein Vermögen verdienen. Nicht, dass er das jetzt vorhätte. Dafür würde es später noch genug Gelegenheiten geben, und dann würden sie nur für… private Angelegenheiten genutzt werden. Delikat, das beschrieb Ryoma im Moment am besten, nackt wie er da lag, zitternd, stöhnend, windend, um Gnade bettelnd, bereit, hart von ihm genommen zu werden…
Mit fünf Handgriffen war er seine Kleidung los und zog den Vibrator aus dem Jungen, um  mit einer einzigen fließenden Bewegung in ihn einzudringen.
Ryoma dachte, er müsse jeden Moment sterben und in den Himmel kommen. Fuji war in ihm, wurde immer schneller in seinen Stößen, dehnte ihn in einer delikateren Weise, als seine Finger es je könnten…
Er musste das Denken aufgeben, konzentrierte sich auf das Fühlen, Fujis heißer Atem an seinem Hals, Fujis linke Hand an seinem Nippel, Fujis Rechte an seiner Erregung, Fuji in ihm, Fuji, Fuji, Fuji und dann war plötzlich der Cockring weg, alles war weiß, und er kam kam kam.

+-+-+-+-+-+-+-+-

„Fuji-senpai?“
„Hm?“
„Du bist wirklich eine Bitch.“
„Du auch, Ryo-chan, du auch.“

~Ende~
  •   Titel: Field in my old town
    Pairing: ShinjixKamio, andere leicht angedeutet
    Genre: Tragikömödie?
    Warnings: Death, bad language
    Kommentar: Spontan-FFchen von genau einer Seite. Die Idee hatte ich schon in der Schule, aber es umgesetzt und mich für dieses Ende entschieden habe ich erst, nachdem ich mal wieder ‚House of flying daggers’ gesehen habe. Beim Schreiben habe ich auch dauernd den Endingsong ‚Lovers’ gehört, was auch den Titel erklärt.
 
~Field in my old town~
 

„Kannst du mir mal erklären, was das soll? Du hast ja schon einigen Mist gebaut, aber das übertrifft wirklich alles. Ich bin sicher, du hast das extra gemacht, um mich zu verwirren. Das hat dir schon immer Spaß gemacht, was? Glaub nur nicht, ich hätte nicht bemerkt, wie du mein Leiden genossen hast. Du hast irgendwas mit mir gemacht, dass mir bei jeder deiner Bewegungen so komisch wird. Bei Anderen passiert mir das nämlich nicht, dass mir auf einmal so heiß wird. Das ist zwar im Winter recht angenehm, aber im Sommer doch recht lästig. Diese dämliche Gänsehaut ist auch sehr unattraktiv. Und es ist ganz schön peinlich, wenn man sich plötzlich kaum noch bewegen kann, nur weil du einem in die Augen guckst, weißt du das? Und versuch bloß nicht dich rauszureden, ich /weiß/, dass es etwas mit dir zu tun haben muss, denn dieser Mist kommt nicht einmal bei Tachibana, obwohl wir doch auch Freunde sind! Wenn du aufwachst, wirst du einiges erklären müssen…“

 

~-~-~-~

 

„Da bist du wirklich einem Arschloch aufgesessen, Akira. Der Kerl fährt euch betrunken ins Auto, tötet deine Mutter und hinterlässt dich /so/, und alles was er bekommt ist Führerscheinentzug und Geldstrafe. Ich wette, sein Anwalt und der Richter haben sich gegen uns verschworen. Ich hasse sie. Der gesamte Tennisclub inklusive Tachibana und mir ist auf die Barrikaden gegangen, aber diese Schweine haben uns einfach rausgeworfen! Und die Ärzte haben sie auch auf ihrer Seite. Die behaupten doch tatsächlich, dass sie dich spätestens in zwei Wochen von den Geräten trennen müssen. Die wollen dich echt umbringen. Die Mörder behaupten auch noch, ich solle besser nicht mehr so oft zu dir, es würde uns beide vielleicht zu sehr aufregen. Als ob ich mich aufregen würde, ich bin schließlich die Ruhe in Person. Und bei dir wäre ich momentan ganz froh, wenn du mal wieder in die Rolle des Biestes schlüpfen würdest. Aber nein, du ziehst es ja vor Dornröschen zu spielen…“

 

~-~-~-~

 

„Ich dachte immer, Tennis wäre dir wichtig? Warum lässt du uns dann so im Stich? Heute war ein Freundschaftsspiel gegen Seigaku, und diese Pisser haben uns einfach platt gemacht. Das ach so tolle Schwuchtel-Doppel sah danach aus, als wollten sie sich auf der Stelle einen Antrag machen, so gefreut haben die sich. Ishida und Sakurai hatten keine Chance gegen die Grinsebacke und den Schizo. Wenigstens hat der Captain Einzel 3 gespielt, sonst hätten wir gleich verschissen gehabt. Dein Ersatz taugt nämlich nichts, der Kerl ist so lahm… der will mich bestimmt ärgern, weil ich ihn nicht leiden kann. Bouchou musste gegen diesen gruseligen Brillenkerl ohne Augen spielen, aber er hat ihn platt gewalzt. Ha! /Der/ wurde ja auch von seiner Freundin angefeuert! Und dann kam dieses nervige ‚Mada mada dane’-Blag und hat doch tatsächlich gewonnen. Wie soll ich auch ordentlich spielen, wenn du mich nicht mal anfeuerst? Das ist echt unfair. Ausgerechnet der stachelhaarige Idiot wollte mich unterstützen, indem er versuchte, die Göre mit seiner Zunge zu ersticken. Hat aber leider nicht geklappt. Und nach so einem Scheißtag meinst du immer noch ruhig schlafen zu können, obwohl es nur noch zwei Tage bis zum Abstellen sind? Ich bin wirklich enttäuscht, Akira.“

 

~-~-~-~

 

„Das werde ich dir nie verzeihen. Ich /hasse/ Beerdigungen, und du warst es doch, der meinte, er würde dann einfach mitkommen und mir helfen. Und wo bist du jetzt, hä? Dieses komische Kerl meinte, du seiest sicher im Himmel. Was willst du denn da oben? Dort ist es doch kalt und ob die Musik da einen so guten Rhythmus hat? Die in der Kirche war jedenfalls ätzend, deshalb habe ich dir mal deinen MP3-Player mitgebracht. Tennis spielen geht doch bestimmt auch nicht, wenn da mal ein Ball runter fällt… außerdem bin /ich/ dein Doppelpartner und nicht irgendein bescheuerter Engel. Also hast du gefälligst auf mich zu warten, klar?“

 

Und dann verstummte er.    

 

  • Titel: Und ich sterbe nach dem Siege...
    Pairing: Tezuka/Fuji
    Genre: Romantisch, nicht zugeordnet
    Warnungen: Seltsam
    Kommentar: Für das Heine-Challenge auf Yaoi.de geschrieben, daher ist das Gedicht 'Fortuna' eingebaut und Themagebend.

~Und ich sterbe nach dem Siege..~

 Schon als du ihn das erste Mal sahst, wusstest du, dass dieser Junge dir ebenbürtig war.
Früher war dir stets langweilig gewesen, du hattest die Schule regelrecht gehasst. Nun, der Unterricht war nicht anstrengender geworden, deine Mitmenschen nicht schwerer manipulierbar, aber nun war er in deiner Klasse. Absichtlich belegtest du die gleichen Kurse, nur um ihn zu studieren, zu beobachten, wann er sich entspannte, wann er wütend wurde, so wie bei allen deinen Opfern. Es dauerte länger als bei den Anderen, doch schließlich dachtest du, auch ihn zu durchschauen.
Doch als du angriffst, ranntest du ins Leere.
Du musstest erkennen, dann hinter seiner Mauer, die du schon eingeschlagen glaubtest, eine Wüste war, in der Versuche einfach verpufften. Du bist das Wasser, schon immer gewesen, und in dieser Hitze bist du einfach verdunstet. 

~Frau Fortuna, ganz umsunst
Tust du spröde! deine Gunst
Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen,
zu erbeuten, zu erzwingen~

 Doch immer, wenn Wasser verdunstet, sammeln sich die Tropfen an der Decke, sagtest du dir. Also setztest du deine zentimeterweise Abtragung des Sandes fort, machtest ihm unvermutete Komplimente, sticheltest an wunden Stellen, achtetest auf jede deiner Bemerkungen. Deine Maske saß perfekt. Irgendwann musste er doch auf dich reagieren.
Langsam aber merktest du, wie du regelrecht süchtig nach ihm wurdest. Zwei stunden der Woche hattet ihr nicht gemeinsam. Sie waren die Hölle für dich.
Immer wieder schweifte dein Blick zum Fenster, seinem normalen Platz. Du hast nie rausgefunden, warum er dort saß. Vielleicht mochte ja selbst dieser sture, kalte Kerl den Anblick der blühenden Kirschblüten im Frühling und das üppige Grün des Sommers? War er fasziniert von den glühenden Farben des Herbstes? Fühlte auch er sich der Reinheit des Schnees gegenüber schuldig?
Du hofftest es. Denn dann hättest du gewusst, dass inmitten dieser Leere eine Oase kochte. Nur so konntest du glauben, dass deine Sehnsucht irgendwann gestillt werden könnte. 

~Überwältig wirst du doch
Und ich spanne dich ins Joch
Und du streckst am Ende die Waffen
Aber meine Wunden klaffen.~

Doch obwohl du langsam begriffst, dass du ihn bezwingen können würdest, ranget ihr weiter miteinander. Dein Bodengewinn war knapp, doch auch er verlangte dir einiges ab.
Inzwischen wusstest du, dass er gerne die Natur und Bücher genoss, eine Schwester, um die er sich insgeheim ebenso kümmert wie du um deinen Bruder, und kein richtiges Zuhause hatte. Doch noch immer dachtest du, er würde nur Tennis lieben, etwas, dass du ebenso gerne tatest und dennoch hasstest, weil es den Abstand zwischen euch noch vergrößerte.
Und dann kam der Moment, in dem du dachtest, gesiegt zu haben.
Als du länger geblieben warst, um mit ihm heimzugehen, wolltest du ihn eigentlich nur ein wenig weiter zersetzen. Diesmal hatte er selbst dich überrascht. Niemals hättest du damit gerechnet, dass er sich vorbeugen und dich einfach küssen würde.
Eine Sekunde lang glaubtest du, gewonnen zu haben, seine Wüste abgetragen, seine Mauern zerbröselt. Vielleicht warst du tatsächlich Sieger.
Doch sobald du den Kuss erwidertest, wusstest du, dass in Wirklichkeit du verloren hattest. Er war warm, so warm, und du konntest nichts anderes tun, als in seiner Umarmung zu schmelzen.     

~Es verströmt mein rotes Blut
Und der schöne Lebensmut
Will erlöschen; ich erliege
Und ich sterbe nach dem Siege~

Und jetzt liegst du hier, den Kopf auf seinen Beinen gebettet, er mit dem Rücke zum Baum. Bei anderen Paaren – denn das sei ihr ja nun, oder? – fandest du es spätestens nach dem Coming Out einfach nur noch langweilig. Bei euch war es nicht mal sehr dramatisch gewesen, obwohl du beinahe geweint hättest, als er es zum ersten Mal sagte, weil du weißt, welches Gewicht Worte bei ihm haben. Der Rest hatte es einfach akzeptiert, die meisten hatten so viel Angst vor dich und Respekt vor ihm, dass sie sich auch nicht trauen würden, offen etwas zu sagen. Keine Schwierigkeiten, keine Herausforderungen.
Und du bist vollkommen zufrieden damit.
Deshalb verzichtest du noch immer nicht auf deine Machtspielchen, er wirkt weiterhin furchtbar gleichgültig und stoisch.
Aber wenn ihr so wie jetzt zusammen seit, blutet ihr und fließt über und erliegt und gewinnt und sterbt und lebt…
Nicht du und er. Ihr. 
~Ende~
 

  • Titel: Von Hormonen, OOC und Gummibärchen
    Pairing: Tezuka/Fuji, Mizuki/Yuuta, Momo/Ryoma, Oishi/Eiji, Inui/Kaidoh
    Gerne: Humor, Parodie (auf mich selbst *drop*), Romantisch
    Warnungs: OOC, mein Humor, winziges Limechen, 'n paar Kraftausdrücke, die aber garantiert auch meine Oma kennt
    Kommentar: Mein Versuch an Yuutas PoV... ich hab mich irgendwie total reingesteigert XD

~Von Hormonen, OOC und Gummibärchen~

 

Vor mir sitzt das 8. Weltwunder.
Nein, kein Mädchen. Nur fast.
Mein Bruder. Nein, ich steh nicht auf ihn, bin nicht so der Inzest-Fan.
Aber er ist deprimiert. D.E.P.R.I.M.I.E.R.T. Ich meine, hallo? Syusuke und depri? Und gleich kommt Tom Cruise und rettet die Welt vor der Invasion der Plüschhasen. Das ‚OOC’ stand ihm förmlich auf die Stirn geschrieben. (Fragt mich bitte nicht, woher ich solche Begriffe kenne, ich versuche immer noch, es zu verdrängen. Obwohl einige FFs von Mizuki und mir schon wirklich heiß waren… egal. Vergesst das.)
Nachdem ich also endlich die Einzelteile meines Kiefers wieder aufgesammelt habe, tue ich etwas, für das ich meiner Meinung nach wirklich einen Orden verdient hätte: Ich spreche ihn an.
„Aniki?“
„Hm…“
So. Das dürfte jetzt ja wohl den Letzten überzeugt haben, dass da etwas ganz gewaltig nicht stimmt. Bei den wenigen Gelegenheiten, in denen ich ihn SO gesehen habe, sofort wieder zusammengerissen und mich wieder mal so widerwärtig angelächelt. Meistens wird meine Faust dann beinahe unwiderstehlich von seinem Gesicht angezogen, aber depressiv wäre er vermutlich noch schlimmer. Man stelle sich das vor, mein Bruder läuft plötzlich mit Trauermiene herum und fängt womöglich noch an zu ritzen oder Drogen zu nehmen. Keine gute Vorstellung. Lieber noch mal nachhaken.
„Alles okay?“
Ganz toll formuliert, Yuuta. Natürlich ist nichts okay. Oder meinst du, er würde sonst hier sitzen und wie bekifft den Regen anstarren, wenn draußen ein Turnier läuft und er eigentlich Atobe zusehen könnte, wie er Mizuki fertig macht? (wobei in dem Punkt noch Ungewissheit besteht. Verdammt, ich will nach draußen!)
„…“
Okay, einmal versuch ich’s noch, dann reicht’s. Hey, ich habe nie behauptet, dass ich sonderlich geduldig wäre!
„Was ist los?“
Ja, ich weiß, wieder sehr platt. Aber fällt euch an dieser Stelle etwas sinnvolleres ein? Nein? Na also.
„…“
Danke für das Gespräch, ich bin weg.

Draußen kann ich schon von weitem hören, dass das Match noch läuft. Werden die Mädchen eigentlich nie heiser? Die meisten hatten noch nie einen Schläger in der Hand, himmeln aber auf jedem Turnier die Typen an. Wie Ryoma und Atobe das wohl aushalten? Mich würde es verrückt machen, ständig von einem Haufen pubertierender Stalker verfolgt zu werden.
Gerade will ich zu den Bänken steuern, als mich eine furchtbar vertraut klingende Stimme ruft:
„Yuuta! Warte!“
Seufz. Kann man sich eigentlich auch von seinen Geschwistern scheiden lassen?
„Wo ist Syusuke?“
Fragend schaut sie mich an, ich versuche, möglichst normal dreinzublicken.
„Drinnen.“
„Drinnen?“
„Drinnen.“
Wieder einmal ein sehr geistreicher Dialog. Und nein, ich will jetzt nichts in der Richtung hören, von wegen ich wäre auch zu gar nichts anderem fähig.
Aufmerksam sieht sie mich an.
„Was ist los, Yu-chan?“
So viel zu meinen Schauspielkünsten.
„Er redet nicht und wirkt etwas depressiv.“ Um nicht zu sagen: suizidgefährdet. Ja, ich kenne solche Wörter, man mag es kaum glauben!
„Warum?“
Schulternzucken.
„Keine Ahnung.“
„Find es raus.“
BITTE?
Doch ein Blick in ihr Gesicht reicht mir. Für die, die uns nicht so gut kennen: Bei uns ist die Hinterlistigkeit mit jeder Geburt weniger geworden. Wenn ihr glaubt, mein Bruder sei schlimm, dann wollt ihr Nee-chan wirklich nicht kennen lernen. Wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat, dann sollte man besser zu sehen, dass man ihr nicht im Weg steht. Ich stehe aber nun mal leider am Ende der Fahnenstange – ich habe keine Chance. Versuchen zwecklos, auch wenn ich ja eher optimistisch bin. Der einzige Vorteil dieser Verteilungsart: Ich werde als einziger nicht ständig für ein Mädchen gehalten. Und das ‚-chan’ nehmen sich auch nur drei Personen heraus.
Anscheinend gilt schon mein Schweigen als Zustimmung, denn sie lächelt noch einmal und ist schon verschwunden.
Das hier sollte eigentlich ein schöner Tag werden, mit Freundschaftsturnier, Sonne und Mizuki. Müsst ihr Götter das denn immer verderben?

Also, Yuuta. Deine Gelegenheit, dich als Mitglied der Fuji-Familie erkennen zu geben, egal ob freiwillig oder nicht. Es gibt eigentlich nur fünf Personen auf der Welt, die ahnen können, was in meinem Bruder vorgeht. Nee-chan und ich fallen ja schon mal weg.  Als nächstes auf der Liste kommt Eiji. Immerhin ist er sein bester Freund, da kriegt man doch schon mal etwas mit, oder?

 Fünf Minuten später versuche ich, nicht von einem roten Eiji-Flummi erschlagen zu werden. Gott, ist der immer so hyperaktiv? Kopfschüttelnd wende ich mich an seinen Partner, der ruhig wie immer daneben steht und mich schon fragen ansieht:
„Meinst du, er ist innerhalb der nächsten fünf Minuten ansprechbar?“
„Hey, Eiji-chan! Fuji-kun will dich sprechen!“
…Eiji-chan? Hab ich da was nicht mitgekriegt? Der siezt doch sonst immer alle…
Aber wenigstens hört der lebende Flummi darauf, macht noch ein paar kleine Abschiedshopser und steht dann so ruhig, wie er nur sein kann, vor mir.
„Wie kann ich dir helfen, Fuji-kun?“
„Was ist mir meinem Bruder los?“
Nicht sonderlich subtil, ich weiß. Aber mit der Reaktion hatte ich auch nicht gerechnet: Eiji fing an zu kichern wie ein Mädchen und nahm dann auch noch die passende Gesichtsfärbung an. Nicht sehr zu empfehlen bei rotem Haar. Beißt ganz schön.
„Rote Gummibärchen, nya!“
…aaaaaaaaah ja. 
Syusukes Problem sind rote Gummibärchen. Wenn’s weiter nichts ist… WIESO SPINNEN HEUTE EIGENTLICH ALLE?
Doch bevor ich mich wieder erholt habe und noch einmal nachfragen kann, hat Oishi seinen immer noch giggelnden Freund schon weggezogen. Och Menno.
Irgendwie ist mit gerade sehr danach, mich zu Aniki zu setzen und einfach nur zu schmollen.  

Na, das hat ja viel gebracht. Also zu Person Nummer 4 meiner immer kürzer werdenden Liste. Nicht, dass Inui besonders gut mit Syusuke befreundet wäre, aber manchmal liegt er mit seinen Statistiken doch tatsächlich richtig. Und sonst kann er mir vielleicht sagen, was zum Teufel die roten Gummibärchen sollten. Wo steckt der Kerl?

 Es gibt Formulierungen, die man besser lassen sollte. Wo er steckt, weiß ich jetzt. Leider auch wodrinnen. Allen Göttern sein Dank, dass Momoshiro und Ryoma mich noch rechtzeitig abgefangen haben, bevor ich einfach in den Raum geplatzt wäre!
Erstaunt sehe ich sie an.
„Meint ihr das jetzt ernst?“
Der Ältere der beiden lacht und meint: „Man glaubt’s kaum, ne? Der Storch und die Viper…“
Das Nachwuchsgenie dagegen sieht nur zur Seite. ‚Hat nichts mit Tennis zu tun, interessiert mich also nicht.’ Dafür läuft er aber in einem erstaunlichen Mischmasch aus Himbeer- und Ketchuprot an, als wir doch recht eindeutige Geräusche aus der Umkleidekabine vernehmen. Noch nicht so gut aufgeklärt, der Kleine, hm? Kein Wunder, 14 und nichts als Tennis im Kopf…
Wir treten einige Schritte zurück. Fragen sieht mir Momo in die Augen: „Was wolltest du überhaupt von Inui?“
„Was ist mit Fuji los?“ Langsam konnte ich diese Fragestellung nicht mehr hören.
„Was soll sein?“
Das kam von Ryoma. War ja klar, dass der mal wieder nichts mitbekam. Ehrlich, und ICH bin unsensibel…
Momo dagegen seufzte nur.
„Er ist ziemlich komisch drauf in letzter Zeit. Viel mehr wissen wir nicht.“
Oh super. Bringt ja mal wieder richtig viel.
„Wisst ihr zufällig, was Kikumaru mit ‚rote Gummibärchen’ meint?“
Stille. Dann: „Nur so halb… weißt du, am besten fragst du einfach Tezuka.“ Und das mit einem Lächeln hintendran. Dabei wollte ich doch genau den eigentlich vermeiden…
„Was? Warum?“
„Ähm…“ Wehe, der antwortet jetzt nicht!
„Also, das…“
Doch Ryoma unterbricht ihn: „Das geht dich nichts an.“ Oh, danke. „Und jetzt komm, Momo-chan, ich will auch Spaß haben!“ Mit diesen Worten zieht er ihn einfach weg.


…ne, ne? Das sollte jetzt aber nicht wirklich das heißen, was ich denke, oder? Hat hier denn niemand etwas besseres zu tun, als vollkommen hormongesteuert drauflos zu rammeln? Tennis spielen zum Beispiel? Wir sind hier auf einem Turnier, nicht im Bordell!

Irgendwie tut mir Tezuka Leid. Der ist allem Anschein nach der einzige, der noch halbwegs vernünftig denken kann. Ich bin kein großer Schweigsame-und-kalte-Bouchous-Versteher, aber zumindest sieht es so aus, so konzentriert wie er auf das Blatt vor ihm guckt.
Soll ich ihn jetzt ansprechen? Ich will eigentlich noch nicht sterben… aber wenn das noch länger dauert, sehe ich Mizuki nicht mehr spielen…
Komm schon, Yuuta! Wenn er Syusuke drei Jahre lang ausgehalten hat, ohne ihn umzubringen (etwas, wofür ich ihn durchaus bewundere), dann wird er dich auch nicht gleich köpfen, nur weil du dir gezwungenermaßen Sorgen machst.
Hoffe ich jedenfalls.
„Tezuka-san?“
„Hm?“
„Weißt du, was mit Fuji los ist?“ Hab ich schon erwähnt, dass ich diese Frage nicht mehr hören kann? Ja? Gut.
Fragend hebt er beide Augenbrauen. Na, wenigstens reagiert er irgendwie…
„Er nimmt einen nicht wahr und redet nicht.“
Er nickt. „Ich werde mich darum kümmern.“
Sagt’s, steht auf und geht. Ist das jetzt irgendwie Mode oder so? Lasst klein Yuutalein ruhig einfach unwissend da stehen, der wird das schon irgendwie verstehen.
Aber so nicht! Ich will endlich wissen, was dieser bescheuerte Gummibärchen-Code bedeutet! (Es muss wohl einer sein, ich nehme nicht an, dass Aniki wegen so ’nem Haribozeugs ausflippt) Abgesehen davon kann ich Nee-chan eh nicht unter die Augen treten, bis ich sicher weiß, dass er wieder halbwegs normal ist.
Kurzentschlossen stapfe ich ihm hinterher, wenn auch in einem gewissen Sicherheitsabstand.  

Als ich die Umkleide der Fußballer (warum auch immer er sich ausgerechnet DA verschanzt hat) erreiche, halte ich erst mal inne. Irgendwie sagen mir die Erfahrungen des heutigen Tages, dass ich besser checken sollte, was da drinnen vorgeht, bevor ich sie störe. Nicht, dass ich so etwas von Tezuka erwarten würde, aber seit Ryoma sollte mich gar nichts mehr erstaunen.
Vorsichtig lege ich mein Ohr an die Tür. Hoffentlich kommt jetzt keiner und erwischt mich, die beiden würden mich vermutlich killen. Gedämpft kann ich Stimmen vernehmen.
„Was machst du hier?“
„Das sollte ich dich fragen.“
„Ich… es ist…“
Oh, endlich mal wieder ein weiterer OOC-Beweis.
„Es ist nichts.“
„Natürlich nicht.“
Oha, der Boss wird ironisch. Jetzt heißt’s aufpassen.
„Selbst dein Bruder macht sich schon Sorgen. Dann wird natürlich alles okay sein.“
Hey, was heißt hier ‚selbst dein Bruder’? So sehr hasse ich ihn dann auch nicht… aber Tezuka wird langsam wütend, auch wenn man es nicht an seinem Tonfall hört. Aber zweimal Sarkasmus in drei Sätzen, das kann einfach nicht gut sein.
Übrigens ein weiterer Beweis der absoluten Verschandlung meines Bruders: Normalerweise hätte er ihn längst damit aufgezogen.
„Und du?“
Oh nein, bitte nicht auch noch die beiden… ich meine, irgendwie würde es ja passen (jedenfalls mehr als unser Captain und Atobe, bei den beiden war selbst Mizuki sprachlos), aber…
Schade, dass ich sie jetzt nicht sehen kann. So ungern, wie der Größere redet,  verpasst man die Hälfte, wenn man nur hören kann. Vielleicht durch das kleine Fenster?
Leise, ganz leise schleiche ich von der Tür zur Seite, spähe vorsichtig in den Raum hinein.
Und muss mich sofort festhalten, um nicht ohnmächtig umzukippen.
Das Bild, das sich mir da bietet, kann eigentlich nur aus irgendeiner FanArt (noch so ein Begriff, der Erinnerungen weckt...) stammen.
Tezuka hat sich rittlings auf die Bank gesetzt und nun Syusuke zu sich gezogen, der sich auch sofort an ihn ankuschelt. Ruhig meint er: „Natürlich. Aber das weißt du.“
Man sieht dem Braunhaarigen deutlich an, wie er zögert, doch dann sagt er leise: „Ich will niemanden mehr belügen. Sie ahnen es eh schon…“
„Dann sagen wir es.“
Moment, das war alles? Er konnte sich nur nicht entscheiden, ob sie öffentlich machen sollen, dass sie zusammen sind? Und dafür hab ich mir hier die Hacken abgerannt?
Nun, zumindest weiß ich jetzt, wofür die roten Gummibärchen stehen… ich werde die Dinger nie wieder mit den gleichen Augen sehen.
Syusuke seufzt. „Du bist so… geradlinig.“
So könnte man das natürlich auch nennen.
Doch anscheinend war es nicht als Beleidigung gemeint, denn als er sich nun umdreht, um seinen Freund zu küssen, kann ich ein leises ‚Danke’ vernehmen.
Okay, das reicht! Schnell verschwinde ich vom Fenster, renne fast zum Platz.
Ich mach nicht mehr mit, sucht euch einen anderen Deppen! Immerhin ist Fuji zwar nicht normal, aber auch nicht mehr depressiv, und das muss Nee-chan reichen. Ich gehe jetzt zu Mizuki. Und Gnade dem, der mich stören will!
Und bitte, macht den nächsten Ausflug in meine POV in einer IC-Story, meine Nerven halten das sonst nicht aus!  

 ~Ende~

  • Titel: 20 Drabbels
    Pairing: Tezuka/Fuji, Momo/Ryoma, Inui/Kaidoh, Oishi/Eiji, Yuuta/Mizuki
    Genre: Größtenteils romantisch
    Warnungen: Kurz (!), kitschig, seltsam, Baby-Limechen
    Kommentar: Eine 20 Tage, 20 Drabbels-Aktion von mir, die zwar unheimlich Spaß gemacht hat, jetzt aber abgelaufen ist. Ich hatte mir 20 Begriffe per Zufallsprinzip aus einem Wörterbuch rausgegriffen und dazu je ein Drabble geschrieben, daher die Titel. Der Abschluss ist extra lang, 300 Wörter.
  1. ~Ungeklärt~

    Inui hasste es, etwas nicht zu wissen. Seine Teamkameraden wurden von ihm genauestens analysiert:
    88% Wahrscheinlichkeit, dass Eiji weglaufen würde, wenn er ihm mit einem Drink drohte. 12%, weil er sich manchmal auch einfach hinter Oishi versteckte.
    95%, dass Momo das Schweigen zwischen ihm und Ryoma nicht mehr lange aushalten würde. 5%, weil er ungewöhnlich zurückhaltend bei seinem besten Freund war.
    99,9%, dass Taka-san hetero blieb.
    20-60%, dass sich zwischen Tezuka und Fuji etwas anbahnte. Beide äußerst schwer einzuschätzen, aber wenn die scheinbar zufälligen Berührungen eine Sprache sprachen, dann diese.
    Aber das Kaidoh ihn einfach küssen würde, ahnte er nicht.
  2.  ~Ehe~

    Syusuke Fuji wollte schon immer heiraten.
    Bereits als kleines Kind hatte er es wahlweise mit seiner Schwester oder mit seinem Bruder gespielt - was ihm dieser heute noch übel nahm, weil er stets den weiblichen Part übernehmen musste.
    Später als Freshman dachte er, dass er für diesen Traum auch eines dieser nervigen Mädchen ertragen konnte. Man konnte es ja dann wie seine Eltern machen und sich einfach nie sehen. Hauptsache, er würde selbst einmal diesen Moment des Ringtauschens erleben.
    Und als er dann Tezuka traf, beschloss er, dass Fujiko-chan ein weiße Kleid und Schminke durchaus für einen Tag ertragen könnte.
  3. ~Bier~

    Oishi wusste, dass er kein Alkohol vertrug. Trotzdem hatte er zugestimmt.
    Flaschendrehen mit den Jungs war immer äußerst unterhaltsam.
    Ryoma, der nichts vertrug und mit einem ebenfalls blauen Momo rumknutschte. Morgen würden sie wieder nur beste Freunde sein und sich an nichts erinnern.
    Inui, der mit Kaidoh wettete, wer als nächstes welche Aufgabe gestellt bekam. Die Schlange würde heute Nacht einiges einzulösen haben.
    Fuji, der vergeblich versucht hatte, Tezuka betrunken zu machen. Sie beide vertrugen einfach zu viel. Ankuscheln durfte er sich trotzdem.
    Und Eiji, der in diesem Moment mit strahlenden Augen auf ihn zukam, um ihn sanft zu küssen.
  4. ~Lyrik~

    ‚Kalt
    So kalt
    Und nichts
    In mir

    Überall grau
    Fehlende Farben
    Und die Gesichter vergessen

    Lachen, sagen sie
    Und das Lächeln verblasst
    Nicht ernst nehmen, befehlen sie
    Und die Realität schwindet

    Eine Lücke im Puzzle
    Weiße Fläche im Bild
    Es passt nicht

    So viele Wörter
    Wie Schläge
    So viel Lärm
    Sturm, Hagel!

    Doch um dich
    Ist Stille
    Das Orchester verstummt

    Du bist Stärke
    Halt im Abgrund
    Mauer vor mir

    Bei dir
    Ist Alles
    Und mehr

    Dann, schließlich
    Ganz nah
    Bei dir
    Und endlich Wärme’

    Ein nachdenklicher Tezuka gab das Blatt zurück.
    „Ein schönes Gedicht. Für deine Freundin?“
    Fuji seufzte nur.
  5. Tiere~

    Manchmal fragte Mizuki sich, aus welchem Zoo seine Gegner ausgebrochen waren.
    Taka-san, der Bär, ruhig und gutmütig, aber wehe, man legte sich mit seinen Freunden an. Inui, der auf ihn immer wie ein bebrillter Strauß wirkte. Dessen Freund, längst Träger des Titels ‚Schlange’. Wie immer im Streit mit dem lauten und lustigen Affen Momoshiro. Das neugierige Fohlen Kikumaru, zusammen mit dem Hirtenhund Oishi. Die Top 3: Ryoma, der warum auch immer ‚Kätzchen’ genannt wurde. Fuji, eindeutig ein Panther, tödlich auf Samtpfoten. Und schließlich Tezuka, der gefährliche Leitwolf.
    Aber weil dieser Zirkus Yuuta zu ihm getrieben hatte, konnte er es ertragen.
  6. ~Brechreiz~

    Fuji fühlte, wie ihm das Mittagessen wieder hochkam, als er die Photos betrachtete.
    Mizuki, wie er Yuuta seine Jacke gab.
    Yuuta, wie er leicht errötete.
    Mizuki, wie er den Arm um ihn legte.
    Yuuta, wie er sich glücklich ankuschelte.
    Mizuki, wie er ihn nach einem gewonnenem Match gespielt freundschaftlich umarmte.
    Yuuta, wie er ihn daraufhin scheu küsste.
    Was fand sein Bruder bloß an dem? Er war geschmacklos, nervend, hinterlistig, unberechenbar, manipulativ...
    "Er ist wie du. Das ist dein Problem."
    Verdutzt sah er auf. Tezuka stand vor ihm, ein amüsiertes Funkeln in den Augen.
    Und langsam begann Fuji, es zu akzeptieren.
  7. ~Einsatz~

    Sowohl Fuji als auch Tezuka liebten es, zu spielen.
    Tezuka bevorzugte Schach. Sein rationaler und taktischer Verstand war wie dazu geschaffen, die einzelnen Züge vorauszusehen und zu kontern. Oft übertrug dies auch auf das Leben, Eiji, der Läufer, Momo, der Springer, Ryoma, der Turm…
    Fuji dagegen liebte Spiele wie Poker. Seine Mimik war wie geschaffen dafür, die Gegner zu verwirren. Er liebte es, sie langsam wie bei der Stripvariante zu entblößen, bis sie ihm vollkommen hilflos gegenübersaßen. Er wusste, welcher Einsatz es bei welche Karten wirklich wert war.
    Und um Tezukas schwarze Dame zu werden, brauchte er einen Royal Flash.
  8. ~winden~

    „Echizen? Kann ich dich kurz sprechen?“
    Überrascht sah Ryoma auf, blieb aber neben seinem ernsten Captain stehen.
    „Was ist mit dir und Momoshiro los?“
    Er hatte eigentlich gedacht, gut geschauspielert zu haben. Und seit wann interessierte Tezuka denn so etwas?
    „Ihr spielt deutlich unter eurem gewohntem Niveau.“
    Nur halb belustigt hob der Jüngere eine Augenbraue. Das war ja so typisch. Aber leider hieß das auch, dass er antworten musste. Wenn es um Tennis ging, war mit dem Anderem nicht zu spaßen. Und Lügen waren zwecklos.
    Er seufzte. „Ich ertrage seine Nähe nicht.“
    Wenn Tezuka diese Antwort wunderte, zeigte er es nicht.
  9. ~Hitzkopf~

    Er hasste sich.
    "Rede mit mir!"
    Ja, er war wütend gewesen. Hatte geschrieen. Wie so oft. Er hasste es.
    "Verdammt, ich dachte, wir sind Freunde!"
    Vieles hatte er Ryoma an den Kopf geworfen. Und lief gegen eine Mauer.
    "Sag doch wenigstens, was ich getan habe!"
    Er war etwas Besonderes gewesen, wenn er bei Ryoma war. Doch nun behandelte ihn dieser wie die Anderen. Schlimmer.
    "Verflucht, ich liebe dich!"
    Er war so in Rage gewesen, dass er seine eigenen Wörter nicht gehört hatte. Bis der Andere ihn ungläubig anstarrte.
    Er hatte es versaut. Und er hasste sich und seinen Hitzkopf dafür.
  10. ~Beifahrer~

    Er hasste es, nicht der Erste zu sein.
    In Leidenschaft Eins war er nur der Dritte. Er konnte Tezuka und Fuji nicht besiegen. Er war immer nur neben ihnen, nicht davor.
    In Leidenschaft Zwei war er nicht mal im Rennen. Er war ein Junge, meilenweit hinter Ann-chan. Er musste sich aber auch ausgerechnet in den einzigen Hetero verlieben, den es außer Taka-san im Tennisclub gab.
    Also wies er ihn ab. Degradierte ihn auf den Rücksitz. Hielt den Schein, er wäre vorne.
    Bis der Andere ausflippte.
    "Verflucht, ich liebe dich!"
    Und plötzlich war es Ryoma egal, ob er der Beste war.
  11. ~Wille~

    Es war verrückt. Er war ein Tensai, ein Genie mit unglaublichem Potenzial. Er könnte schon längst einen Doktor in Mathematik haben. Oder in Naturwissenschaften. Oder Literatur. Oder...
    Aber er hing sein Herz an Tennis.
    Eigentlich war es ja ziemlich sinnlos, einen Ball hin und her zu schlagen. Und sein Körper war nicht geeignet für die harten Bälle. Die Handgelenke zu schwach, die Schultern zu schmal.
    Doch mit der ihm eigenen Konzentration hatte er es geschafft, entwickelte eine Technik, um alle zu schlagen.
    Und weil er wusste, dass in Tezuka die gleiche Leidenschaft schwelte, wollte er immer wieder gegen ihn spielen.
  12. ~Führen~

    Konzentriert blickte Tezuka seinen Gegner an, bemerkte, wie gedankenverloren dieser heute wirkte. Die sonst tiefblauen Augen hatten einen ungewohnten Stich ins Graue… Doch schon war der Moment verflogen, sein Mitspieler schlug den Ball unvorhersehbar wie immer.
    Der Bouchou liebte es, zu fühlen, wie er sich, seinen Körper und den Platz unter Kontrolle hatte. Deswegen spielte er, deswegen war er Captain.
    Aber noch mehr liebte er es, sich ein Tennismatch mit jemand Ebenbürtigen zu liefern, jemandem, der es wert war, geführt zu werden. Und sein momentaner Gegenpart gehörte definitiv in diese Kategorie.
    Aber noch würde Fuji ihn nicht besiegen. Noch nicht.
  13.  ~Schiff~

    „Alle Liebe zum Einjährigen!“, flüsterte Inui Kaidoh zu, der sich in dem typischen postkopulativen Kuschelbedürfnis an ihn schmiegte.
    „Dir auch… ich finde, wir haben das bisher ganz gut hingekriegt.“
    „Stimmt, für die 24,968% Chance, die wir hatten, haben wir…“
    „Ach, halt doch die Klappe“, brummte die Viper, aber es klang sehr zärtlich.
    Der Bebrillte lachte leise. Er wusste, dass der Andere seine Besessenheit von Daten ebenso mochte, wie er seinen ständigen Pessimismus. Es gehörte einfach zu ihnen.
    Zwar war es oft ein Gefühl wie ein Schiff auf offener See – aber sie beide würden hoffentlich noch lange auf dieser Welle segeln.
  14. ~Aufräumungsarbeiten~

    Verloren. Gegen Atobe.
    Ryoma starrte aus dem Fenster, Tränen des Zornes mühsam unterdrückend.
    "Hey."
    Er drehte sich nicht um, es war sowieso klar, wer hinter ihm stand. Nur einer würde ihn jetzt ansprechen.
    Momo sagte nichts weiter, umarmte ihn nur vorsichtig. Er wusste, dass Worte vergebens waren. Das brachte jetzt auch nichts.
    Endlich entspannte der Kleinere sich, lehnt sich an seinen Freund, sagte leise: "Tezuka spielt jetzt."
    Statt ihm. Er hatte es geschafft.
    Vorsichtig sah sein Senpai ihn an, schien zu ahnen, was er dachte.
    "Und? Wollen wir sehen, wie groß Fujis Augen diesmal beim Shirtwechsel werden?"
    Und Ryoma lachte.
  15. ~Aussicht~

    Glänzende Schweißrinnsale bahnten sich ihren Weg über gebräunte Haut. Grün schimmerndes, dunkles Haar wurde von einer sehnigen Hand ungeduldig von den blattfarbenen Augen fortgewischt. Die Bewegungen waren fast automatisch und so gelassen wie immer, als er Atobe kurz zunickte, während die Pause aufgerufen wurde, und zu dem Spielfeldrand ging.
    Und dann endlich Shirtwechsel. So liebte er Hitze…
    Kurz, viel zu kurz konnte er einen Blick auf den durchtrainierten Oberkörper des Spielers erhaschen. Wie gerne würde er diesen Anblick auch einmal außerhalb des Platzes sehen… etwas… privater… diesen Körper berühren und…
    „Ich will wirklich nicht wissen, was du gerade denkst, Fuji.“
  16. ~Fahrtwind~

    Angst wie zähflüssige Lava in seinem Körper. Feiner Regen aus Schweiß auf seiner Stirn, obwohl er doch so fürchterlich fror. Zitternde Hände, festgekrallt in der Uniformjacke. Blaue Augen, starr auf das Auto vor ihnen gerichtet und doch weit weg.
    Verschwommene Erinnerung an den Anruf.
    ‚Sofort kommen… Shoyokami-Krankenhaus…  Lastwagen… rote Ampel… bewusstlos… eventuell Lebensgefahr…’
    Oh ihr Götter, wenn es euch gibt, dann lasst ihn leben, lasst ihn wieder spielen…
    Dann, endlich, der Parkplatz. Anmeldung, ein langer Flur, ein weißes Wartezimmer. Ein bleicher Eiji, der ihnen strahlend entgegenkam und rief:
    „Er wird es überleben, Fuji! Tezuka wird wieder ganz gesund!“
    Unendliche Erleichterung.
  17. ~Vitamin~

    Zuerst brachte Fuji das Gelb, als er ihm die Hausaufgaben gab. Schließlich wären sie ja in fast jedem Kurs zusammen.
    Dann kam das Rot, als er sich zu ihm setzte, um ihm zu erzählen, dass Ryoma und Momo endlich zusammen waren.
    Grün breitete sich aus, als er als Inuis Bote die neusten Daten überbrachte und zur besseren Genesung einen kleinen Kaktus daließ.
    Und schließlich kam das Blau, als er ihn zum Abschied zart küsste und ihn mit großen Augen ansah.
    Tezuka benötigte kein Medikamente, um die Heilung seiner Brüche zu beschleunigen. Alles, was er brauchte, waren die Farben und Fuji.
  18. ~Verrechnet~

    Kaidoh und Inui liebten es, Wetten über Fuji abzuschließen. Der Tensai war einfach unberechenbar, selbst für Inui. Und auch Tezuka war oft das unwissende Opfer des Paares.
    „Hm, ich wette mit dir, dass Tezuka diesmal aufschaut, wenn er kommt!“
    „Das hast du schon 5mal gewettet.“
    „Ja, aber sie waren während Bouchous Ausfall dauernd zusammen. Jede Wette, dass sich da wenigstens etwas näher gekommen sind?“
    „Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden jemals ein Paar werden, liegt unter 5%. Und die Chance, dass man das bemerken würde, unter 3%. Außerdem…“
    „Inui!“
    „Hm?“
    „Schau mal.“
    Tezuka, der den Kopf hob und Fuji zunickte.
    „Oh.“
  19. ~Diele~

    Es gibt Orte, die viel zu erzählen hätten. Die Diele vor den Umkleideräumen des Seigaku-Tennisclubs gehörte dazu.
    Beispielsweise hätte sie Ann-chan und Sakuno-chan sagen können, dass ihre Bemühungen vergeblich waren. Momo und Ryoma waren gerade gekommen, mit rosa Herzchen schier um sich schlagen.
    Sie wusste auch, dass Inui für einen Augenblick aufhörte, zu analysieren, wenn Kaidoh ihn über die Grenze zur Ekstase trieb. Und das Fuji unnormal vorhersehbar Tezukas Hand nehmen würde, wenn sie allein waren. Und sie kannte als einzige Frau das sanfte Lächeln des Bouchous.
    Aber Dielen konnten nicht reden, und so blieben die Geheimnisse dieser Spieler verborgen.

  20. ~Horizont~

    Irgendwann hatten die Mitglieder des Tennisclubs angefangen, ihre Mittagspausen zusammen zu verbringen. Ihr Kapitän wusste gar nicht mehr, wie es dazu gekommen war, aber es war ihm auch egal. Er mochte es, auf dem Dach zu sitzen und der Diskussion über Schule und Tennis zu lauschen und ab und zu etwas einzuwerfen.
    Auch wenn er es nicht sagte, war er doch sehr stolz auf diese Gruppe, die er in den letzten Jahren geformt hatte und die er nun bald verlassen musste.
    Eiji, der in diesem Moment sanft von Oishi gefüttert wurde, damit er das Essen nicht wieder vergaß, saß rechts von ihm. Er hatte es sich ja schon länger gedacht, dass die beiden nicht nur im Tennis toll zusammenpassten.
    Ganz anders als bei Inui und Kaidoh links von ihm. Irgendwie hätte er nie geglaubt, dass ein wandelnder Computer es mit einer missmutigen Schlange aushalten könnte. Aber die Beiden schienen glücklich, und das war ihnen allen das wichtigste.
    Am stärksten bemerkte man aber die Veränderung bei Momo und Echizen. Es war schon erstaunlich, wie viel weniger verbissen der Jüngere war, sobald sein Senpai ihn auch nur leicht berührte. Und auch wenn dieses Adjektiv normalerweise nicht zu seinem Wortschatz gehörte, musste er doch zugeben, dass es schon irgendwie süß war, wie Ryoma den Größeren als überdimensionales Kissen benutzte.
    Und natürlich Fuji. Er wusste, dass es mit ihnen beiden nie leicht werden würde, dafür waren sie einfach zu sehr sie selbst. Aber wenn der Tensai das Meer war, dann war er die Felsenküste. Und diese Welle würde er sicher nie mehr gehen lassen. Nach dem Abschluss würden sie auf die Universität gehen und sich eine Wohnung suchen – zusammen.    
    Und als Tezuka so in der Sonne saß, seinen glücklich lächelnden Geliebten im Arm, wusste er, dass er seinen eigenen Zipfel des Himmels gefunden hatte.

    ~Ende~

 




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